Wirklichkeit im Sommerloch

Angeblich mit demonstrativer Gelassenheit verabschiedete sich Angela Merkel in die parlamentarische Sommerpause. Ihre Gelassenheit könnte entweder daran liegen, dass sie die Wirklichkeit komplett ausblendet oder aber sie hat mitlerweile ihren inneren Frieden mit den schlechten Umfragewerten gemacht.

Innerlich hat sich eine breite Mehrheit bereits von der schwarz-gelben Regierung verabschiedet. Das einzige Problem dabei ist, dass derzeit keine Bundestagswahlen anstehen, die rot-grün zu einer satten Mehrheit führen würden.

Kommen wir aber noch mal zurück zur Kanzlerin-ohne-Land. In Bezug auf den Sparkurs sagt sie, dass dieser schmerzhaft, aber notwendig sei. Über die Notwendigkeit, eine langsam aufkeimende Konjunktur wieder zu Tode zu sparen, kann man sicherlich streiten. Fest steht dagegen auf jeden Fall, für wen der Sparkurs vor allem schmerzhaft ist: für die Armen und Schwachen, für Geringverdiener und Alleinerziehende.

Der von der Bundesregierung eingeschlagene Sparkurs ist ein Kurs der sozialen Ungerechtigkeit. Das sollte niemand in der Somnerpause vergessen. Frau Merkel sollte man einen heißen Herbst versprechen. Bundesweite wöchentliche Demonstrationen, bis diese Koalition freiwillig kapituliert.

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