Küchentrauma

Küchentrauma

Vielleicht die gute Nachricht vorweg. Wir haben in Köln eine Wohnung gefunden. Zwar nicht die Toplag, ein Eckhaus im Agnesviertel in der Nähe zum Bahnhof, aber bezahlbare und renovierte 91 m2. Die Wohnung befindet sich auf der 3. Etage, also schaut uns auch keiner beim Frühstück zu. An der einen oder anderen Stelle mussten wir Abstriche machen, dafür gibt es aber VDSL, was auch nicht immer selbstverständlich ist.

Der Termin für den Umzug, sofern er vom Umzugsunternehmer noch bestätigt wird, steht auch schon fest. Anfang August werde wir Bielefeld für immer verlassen. Ich möchte nicht sagen den Rücken kehren, denn so schlimm war es nun auch wieder nicht.

Was sich mittlerweile jedoch zu einem echten Problem entwickelt hat, ist die Küchenfrage. Die Einbauküche in unsere jetzigen Wohnung, die wir von der Vormieterin übernommen haben, werden wir nicht mitnehmen. Bauweise und Alter sprechen dagegen. Am Samstag waren wir daher in Köln in einem Küchencenter, um eine Küche aus einem aktuellen Angebotskatalog zu bestellen. Nicht nur, dass die Lieferzeit wegen Sommerferien mehr als 10 Wochen betragen sollte. Der Verkäufer landete plötzlich auch bei einem Preis, der mehr als das doppelte vom Preis im Katalog betrug. Rund 3.500 für eine No-Name Küche mit billigen Geräten wollte ich selbst bei sofortiger Verfügbarkeit wirklich nicht zahlen.

Den gesamten Sonntag haben Nadine und ich daher mit der Suche nach Alternativen verbracht. Gelandet sind wir schließlich bei einer modularen Küche von IKEA: Värde

Nicht nur das Ausdrucken der zusammengestellten Teile war eine große Herausforderung. Zum Schutz meiner bereits angeschlagenen Nerven werde ich allerdings nicht ins Detail gehen. Spanende dürfte auf jeden Fall noch die Frage nacht der Lieferbarkeit werden.

Da bisher keiner von uns jemals eine Küche zusammen gebaut hat, müssen wir mit IKEA nicht nur die Frage der Anlieferung, sondern auch noch der Montage klären.

4 Replies to “Küchentrauma”

  1. „… nicht nur die Frage der Anlieferung, sondern auch noch der Montage klären.“ Würde ich auch auf jeden Fall tun – ansonsten entwickelt sich das wahrscheinlich zu einer Aktion am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ich spreche aus Erfahrung! :-)

  2. Wenn die IKEA-Leute die Küche gleich noch montieren, wird es für Deine Nerven nicht allzu schlimm. Willst Du Dir den Tag mal so richtig versauen, empfehle ich die Selbstmontage mit den mitgelieferten Werkzeug. Es wird ein Abenteuer, garantiert.

  3. Wir haben unsere Küche auch von IKEA montieren lassen – die haben für 4m Küchenzeile inkl. Oberschränke 6 Std. gebraucht. Ich denke alleine wäre ich trotz einem halben rechten Daumen da locker das 4fache beschäftigt gewesen.
    Noch ein Tipp: es gibt bei Ikea zwei Lieferarten: 1. Bestelllieferung, 2. „Mitnahmelieferung“ – das ist, wenn man die Ware bezahlt, aber eben nicht selbst transportiert.
    Nachteil bei „1.“: die Küche wird erst geliefert, wenn a l l e s da ist. Bei uns hatte sich wegen irgendwelcher Blenden die Lieferung verzögert. Die hätte man aber auch nachträglich noch montieren können.
    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt…

  4. Wir sind ja noch vom letzten Umzug etwas Pax-geschädigt. Den Kleiderschrank aufzubauen war ein echter Akt.

    @Chris: Lieferung geht bei den Teilen leider nur direkt über ein Möbelhaus. Zumindest ist das neue in Köln das größte in Deutschland.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren