Wohnungsfrust

Die Suche nach einer Wohnung in Köln, die zumindest die sehr abgespeckten Mindestanforderungen erfüllt, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Hinzu kommt ein ernsthaftes Zeitproblem, denn wir wollen in der ersten Augustwoche umziehen. Theoretisch könnten wir in der alten Wohnung bis Ende September wohnen bleiben, aber diese hat einen entscheidenden Nachteil: sie liegt in Bielefeld.

Für Nadine wäre der Weg morgens zur Schule damit etwas zu lang, denn die liegt bekanntlich in Köln. Zwar gäbe es noch eine Option mit wohnen auf Zeit, aber das würde den gesamten Umzug nur nach hinten verschieben. Mitten im Schuljahr ständen dann nur zwei Hände zum Kisten packen zur Verfügung.

Zusätzlich zu den bestehenden Problemen ist gestern noch ein großes Paket mit neuen dazu gekommen. Es gab, um es vorsichtig auszudrücken, Differenzen mit unserer derzeitigen Vermieterin in Bezug auf die Auslegung des Mietvertrages, insbesondere im Hinblick auf „besenrein” und die vorgeschriebene Frist (im allgemeinen) zur Ausführung von Schönheitsreparaturen. Als „Erziehungsmittel” hat die Vermieterin unsere Mietkaution eingesetzt und darauf hingewiesen, dass sie diese ja erst nach Begleichung aller Rechnungen zurückgeben müsste. Das hat man davon, wenn man sehr nachdrücklich darauf hinweist, dass man selbstverständlich nicht für Schäden aufkommt, die in Folge undichter Fenster entstanden sind, die trotz mehrfacher Hinweise über einen sehr langen Zeitraum nicht instandgesetzt wurden.

Zumindest aber ist die Maklerin, die im Auftrag der Vermieterin die Wohnung mit Nachmietern füllen soll, sehr nett. Den Interessenten, den wir bereits hatten, hat die Vermieterin abgelehnt mit dem Hinweis, dass er ja nur im Haus umziehen wollte (unser Nachbar wollte eine größere Wohnung, nämlich unserer) und das sie das nicht wolle.

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