Notaus im Ernstfall

Während der durchschnittliche Zeitungsleser, insbesondere die Autofahrer darunter, sich noch über die Bahn aufregt, schleichen sich andere brisante Themen über die Randspalte am Bewustsein der Öffentlichkeit vorbei.

Still und heimlich zwischen WM-Kater und Sommerloch werden von der Bundesregierung noch Entscheidungen getroffen, deren Folgen nicht absehbar sind. Die Konsequenzen werden nachfolgende Generationen zu tragen haben. Energiepolitik ist das Feld, auf dem die Demokratie versagt und freiwillig das Feld zugunsten eines kalt kalkulierenden Lobbyismus räumt. Nachhaltig sind einzig und allein die Gewinne.

Obwohl es erhebliche Zweifel am Konzept, CO2 im Erdboden einzulagern um somit das Klima angeblich zu schützen, gibt, ebnet die Bundesregierung jetzt den Weg zur Umsetzung. Wie schon bei der Atomenergie wird erneut versucht, die Abfälle sozusagen unter den Teppich zu kehren. Ebenso ungeklärt sind die Risiken für die Bevölkerung.

Atomkraftwerke werden bei zu großer Sommerhitze abgeschaltet, da die Flüsse sonst durch das Kühlwasser zu stark aufgeheizt würden. Eine Abschaltung, bzw. Abwahl im Notfall wäre derzeit auch für die Bundesregierung das richtige. Leider steht das aktuell nicht zur Debatte. Dafür wird aber darüber diskutiert, ob die Lizenzen zur Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken nicht versteigert werden sollten.

Auch wenn noch unklar ist, nach welchem Prinzip die Versteigerung abläuft, dürfte die Sicherheit garantiert nicht zu den Gewinnern gehören. Für ein bisschen mehr Geld in der Staatskasse wird die Zukunft aufs Spiel gesetzt. Mit wesentlich weniger Risiko behaftet wäre es, wenn Regierungsmitglieder mit Steuergeldern ins Casino gingen, um mit den Gewinnen den Schuldenberg abzutragen. Wobei das selbst bei gutem Vorsatz schon daran scheitern würde, dass alle Tische schon von Bänkern besetzt sind, die was ganz anderes verzocken.

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