In Strömen

Die Temperatur in der Dachabstellkammer (=mein Arbeitszimmer) erreicht momentan einen Level, der nicht mehr lustig ist. Selbst minimale Bewegungen meiner Finger zum tippen dieser lustigen Buchstaben sorgen dafür, dass mir der Schweiß in Strömen runter läuft.

Für die wenigen Momente, die ich mich nach draußen wage, habe ich drei T-Shirts als Ersatz dabei. Schließlich ist so ein voller Kasten Wasser am Anfang noch recht schwer, erst mit der Zeit, wenn man schon einiges vom Durst gelöscht hat, geht es etwas einfacher. Blöd ist nur, dass dieses Einschränkung auch größere Einkäufe verhindert. Es bleibt einem also nicht erspart, mehrmals in die Gluthitze hinaus zu schlurfen.

Die Idee, sich nachts zumindest etwas Abkühlung durch schlafen in der mit Wasser gefüllten Badewanne zu verschaffen, hätte beinah zu meinem frühzeitigen Ableben geführt. Kälter wäre das dann für mich auch nicht geworden, denn ich bin mir sicher, dass ein gewisser Herr T. schon ein sehr warmes Plätzchen speziell für mich reserviert hat.

Allein der Gedanke daran sorgt schon wieder für Schweißausbrüche. Erstaunlicherweise ist es diesmal kalter Schweiß. Die willkommen Abkühlung durch Angst rettet mich auch davor, mit abgelaufenen Lebensmittel zu experimentieren, um auf diese Weise zu Schüttelfrost zu kommen.

Weitere Überlegungen, wo vor ich am meisten Angst habe, folgen. Ein sehr heißer Sommer, mit Temperaturen über 40 Grad. Mist, falscher Gedanke. Jetzt habe ich nicht nur Angst, sondern allein Vorstellung von solchem Wetter hat mich soviel Flüssigkeit gekostet, dass ich jetzt aussehe wie Dörrobst. Muss dringend was trinken.

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