Schicksalsgemeinschaft

Schicksalsgemeinschaft

Die Bahn wirbt derzeit mit dem Slogan „Wir Menschen sind alle gleich“. Vordergründig geht es dabei um Ausbildungsplätze. Es steckt aber eine tiefe Warheit in dem Satz.

Wer mit der Bahn fährt, häufiger fährt kann dem Credo aus tiefstem Herzen zustimmen. Wir sind alle gleich. Ob schwarz, weiß oder gelb, ob Moslem, Jude, Christe oder Hindu, selbst zwischen erster und zweiter Klasse gibt es keinen Unterschied in einer Sache. Wir sind alle gleich, wenn es bei der Bahn mal wieder etwas länger dauert. Wenn der ruhige Abend nach einem harten Tag im Büro auf der Stecke bleibt.

Wegen Personschäden bei Bauarbeiten steht eine Störung am Triebfahrzeug heute nicht zur Verfügung. Gegebenfalls sind Entschuldigungen den Inhabern von Platzkarten zu überlassen.

Wer mit der Bahn unterwegs ist, bildet mit den anderen Reisenden eine Schicksalsgemeinschaft. Im Stahlgewitter der Verspätungen werden neue Freundschaften geschlossen. Wilden Partys steht nichts mehr im Weg, wenn die ausgefallene Klimaanlage für die richtige Stimmung sorgt. Statt Drogen gibt es warmen Orangensaft vom Bordpersonal.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren