Eis Baby!

Sommer, Sonne und was natürlich noch dazu gehört ist Eis. Sommer und Sonne scheint es jetzt wieder zu geben. Bei dem Eis ist es allerdings nicht so einfach.

Wer keine großen Ansprüche hat, wird auch in diesem Jahr restlos glücklich werden. Alle anderen könnten schon beim Versuch, ein gutes Eis zu bekommen, scheitern. Vom Eis in der Kühltruhe diverser Supermärkte war vor einigen Wochen wenig charmantes zu lesen. So soll es häufig nicht mal mehr Milcheis, sondern kühl kalkulierte Kreationen auf der Basis von Kokosfett sein.

Die Alternative zur Fertigmischung ist der Besuch einer Eisdiele, wo man handgemachtes erwartet. Gute Zutaten und Liebe zur Kunst der Eisherstellung. Das sind leider aber nur Bilder aus einer verklärten Kindheit. Gutes Eis kann man selbst in einer Eisdiele nicht voraussetzen. Oft genug bekommt man eine unter fragwürdigen hygenischen Bedingungen hergestellte Masse, bei der nicht mal die Verkäuferin noch natürlich ist.

Ein guter Indikator für die Qualität einer Eisdiele ist das Spaghetti-Eis. Nur wenige einfache Zutaten, bei denen es aber sehr stark auf die Güte ankommt. So betrachtet hatte ich gestern einen neuen Tiefpunkt in Sachen Qualität gefunden.

In einer namentlich nicht zu erwähnenden Eisdiele in Bad Lipspringe haben DER CHEF und ich mit einem befreundeten angehenden Hochzeitspaar Eis bestellt. Vielleicht hätten wir ähnlich wie in der Ouzo-Werbung gutes Eis bestellen sollen.

Meins jedenfalls war alles andere als gut. Grob zusammengefasst bestand es überwiegend aus Vanilleeis, das geschmacklich an holländisches Fla erinnerte, welches vor dem Einfrieren noch mit 50 Prozent Wasser verdünnt wurde.

Ganz ehrlich: wenn ich Wassereis möchte, gehe ich zum nächsten Kiosk und kaufe mir für wenig Geld gefrorene Farbstoffe.

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