12 Points for Germany!

12 Points for Germany!

Es ist vollbracht. Lena hat gestern Abend bewiesen, dass man in einem „Kleinen Schwarzen” recht ordentlich gewinnen kann. Ganz ohne LED-Kleid, Gebläse für die Haare oder leuchten Geigen. Nach 28 Jahren hat Deutschland mit einer Sängerin, die einfach nur sie selber ist, wieder den Eurovision Song Contest gewonnen.

Man kann über Lena sagen was man will, aber es gibt unbestreitbar zwei Dinge, die für sie gesprochen haben: Ihr Lied wurde nicht von Ralf Siegel gesprochen und sie gehörte nicht zur Regie recycelter Sängerinnen wie die „No Angels”.

Was den gestrigen, sehr langen, Abend besonders unterhaltsam gemacht hat, waren die viele Kommentare in meiner Twitter-Timeline zum #esc. Deutschlandweit entstand so eine Gemeinschaft von Menschen, die mitfieberten und jeden Beitrag bissig kommentierten. Teilweise wäre mir vor lachen fast das iPhone aus der Hand gefallen. Wenn im nächsten Jahr der Eurovision Song Contest in Deutschland stattfindet, solten die Veranstalter unbedingt eine Twitter-Wall einrichten.

6 Replies to “12 Points for Germany!”

  1. Sagt mal, kann man sich im Internet-Zeitalter nirgendwo die gesamte Show (die Punktevergabe) noch einmal anschauen? Ist doch ne Frechheit das die ARD heute Morgen schlimmes Singen im Regen zeigt, als das Gänsehaut-ESC-Finale … Selbst auf der offiziellen eurovision.de-Seite nicht. 1. Halbfinale komplett / 2. Halbfinale komplett – Finale … ein einziger kurzer Beitrag! Wenn ich könnte würde ich mich zum millionsten Mal weigern dafür GEZ zu zahlen!

  2. Keine Ahnung, wo die Show noch mal zu sehen ist. Zur GEZ-Frage: Viele werfen den öffentliche-retchlichen ja gerade vor, dass sie die Gebühren für Internet-Inhalte verschwenden würden.

  3. Tja, das macht halt den Unterschied: Zu erkennen, wann ein öffentlicher Auftrag zu erfüllen ist und wann nicht – deswegen öffentlich-rechtlich! Und die Quote spricht ein eindeutige Sprache. Ich sage nur „Gong, Gong, Gong“ – eine Kiooperation zwischen ARD und PRO7 hat eindrucksvoll bewiesen, dass an dem System etwas geändert werden muss, denn wo bleibt da noch die Logik, wenn ein „Nicht durch den Privatmann zu bezahlender Sender“ ein jahrzehntelanges Deasaster mit einem Schlag beflügelt und umkehrt. Für schmlimmes Singen im Regen, Verbotene Liebe und Mainzelmännchen brauche ich keine öffentlich-rechtlichen Sender, wenn ich dafür monatlich Geld sparen kann und wenn ich sie schon bezahlen muss, dann MÜSSEN sie eindeutige Zeichen erkennen (höchste Einschaltquote seit Zählbeginn) und ein Ereignis, was die Republik ins Staunen versetzt, innerhalb von Minuten auf die Internetseite zum „nochmal anschauen“ stellen – und ich bin mir ganz sicher: Die Quoten hätten auch hier eine eindeutige Sptache gesprochen! Und ich greife schon mal vorweg – bevor der Kommentar kommt: Naja, auf der PRO7-Seite steht´s ja auch nicht – stimmt denn die Rechte liegen bei der ARD und mit Rechten sind halt auch Pflichten verbunden!

  4. Sorry, wegen der flüchtigen Schreibfehler – nur zum Abschluss: erkannt hat es die ARD jetzt ja … eurovision.de … aber viel zu spät! Auch ein Zeichen, genauso wie der Lena-Sieg: Eine neue Generation muss ran, dann sind die Chancen groß, dass es auch klappen kann – wie man es sich wünscht!

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren