Wählerentscheidung

Das was heute morgen am meisten ernüchter hat, war die Wahlbeteiligung. Nur 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen sind zur Wahl gegangen.

Sicher, es heißt Wahlrecht und nicht Wahlpflicht. Ist es aber so vielen Menschen egal, wer wie regiert? Vielleicht ist es ja so, dass Dinge, die man selbstverständlich erachtet, mitunter eine Geringschätzung erfahren. Mein Eindruck als Wahlhelfer war der, dass diejenigen, die nicht per Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft innehatten, wesentlich engagierter sind. Sie haben für ihr Wahlrecht kämpfen müssen und nutzen es entsprechend, um die politische Landschaft mitzugestalten.

Ein anderer Eindruck den ich mitbekommen habe ist der, welche Koalition der Wähler präferiert. Auch wenn es mir nicht gefällt, so will doch ein nicht unwesentlicher Teil der Wähler Rot-Rot-Grün, denn genauso hat er zumindest in Bielefeld gewählt.

Eine große Koalition wäre nicht gut fürs Land und würde die Partei an der Macht halten, die mit Abstand die meisten Stimmen verloren hat. Rüttgers als selbsternannter Arbeiterführer hat genau das bekommen, was er verdient hat. An seinem schlechten Abschneiden ist er Schuld – und natürlich diejenigen in der CDU, die ihm mit Freuden Knüppel zwischen die Beine geworfen haben.

Eine Ampel macht im Straßenverkehr sicher Sinn, aber nicht im Düsseldorfer Landtag. Die FDP steht für eine ganz andere Politik. Deren Inhalte sind nicht im Geringsten mit denen von Rot-Grün vereinbar.

Der Wähler hat entschieden. Jetzt liegt es an den Abgeordneten, daraus was zu machen.

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