Ausstieg während der Fahrt

Ausstieg während der Fahrt

Am Wochenende hat eine ICE auf der Strecke zwischen Köln und Frankfurt eine seiner Türen verloren, die dann einen entgegenkommenden ICE erwischte. Sie traf das Borbistro in Fensterhöhe, die zersplitternden Scheiben verletzten vier Passagiere, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.

Allerdings schreibt die SZ auch, dass der Intercity-Express der Stolzvder Deutschen Bahn sei. Wenn ich mich hier so im versifften und ramponierten ICE-Abteil umsehe, dass ist es nicht weit her mit dem Selbstbewusstsein der Bahn, wenn sie auf so was stolz ist.

Wie dem auch sei, der Unfall ist ziemlich glimpflich ausgegangen. Wenn beide Züge etwa 200 Stundenkilometer in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs waren, kann man sich leicht ausrechnen, mit welcher Wucht die Tür auf den Zug geprallt ist.

Es ist auch erstaunlich, dass im ICE, der die Tür verloren hat, nichts weiter passiert ist. In Türnähe wird nicht nur häufig gerne telefoniert, sondern es sitzen dort auf der Treppe auch Reisende, wenn der Zug mal wieder voll ist. Hätte dort einer gesessen, er wäre vermutlich vom Sog aus dem Zug gezogen worden.

Der Bahn kann man an dieser Stelle nicht nur empfehlen, ihre Sicherheitspolitik grundsätzlich zu überdenken, sondern auch schnellst möglich Ersatz für die maroden und fehleranfälligen ICEs zu beschaffen.

3 Replies to “Ausstieg während der Fahrt”

  1. Die Züge waren mit 300 km/h unterwegs. Gebrochene Bauteile oder nicht richtig verschlossen?

    Bei Begegnung entsteht ein Unterdruck und zack ist die Türe weg. Ohne Worte.

    PS: Stimmt was nicht mit den Formatierungen??

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren