Alles im grünen Bereich

Alles im grünen Bereich

Für ein Kilo Fleisch werden 30 Kilo Futter aufgewendet, laut eines häufig hervorgeholten Arguments, wenn es um den Fleischkonsum geht.

Wenn wir dafür mal Rinder nehmen und andere Futterquellen außer die natürlichen außer Acht lassen, dann fressen die Viecher vor allem eins: Gras

Wenn also für ein Kilo Fleisch dreißig Kilo Gras notwendig sind, so ist das aus meiner Sicht ein guter Deal. Ich würde nicht mal ein Kilo Gras in der Woche runter kriegen.

Sollte es aber unter uns tatsächlich Vegetarier geben, die Gras mögen, helfe ich gerne mit, in Bielefeld und Umgebung nach einer passenden Wiese zu suchen.

4 Replies to “Alles im grünen Bereich”

  1. uh … ganz schön realitätsfern. wie stoibär sagt, wird vor allem alles andere als gras verfüttert, sondern eben mais & soja. ausserdem geht es ja darum das futtermittel auf fruchtbaren äckern angebaut wird, verkauft wird und geld bringt anstatt die fläche für die versorgung der bevölkerung zu nutzen. das ganze nimmt ganz bizarre ausmasse an, wenn in ländern mit grosser hungersnot die fruchtbaren äcker für futter oder auch biokraftstoffe verwendet werden.

  2. Um die Vorlagen meiner Vorredner noch zu ergänzen.
    Europäische Rinder erhalten zwischen 70% und 90% Futter auf Soja oder Maisbasis. Der Soja stammt in erster Linie aus Südamerika, dessen Sojaproduktion zu 90% nach Europa zur Futterherstellung versandt wird. Dafür wird nicht nur jede Menge Regenwald vernichtet, sondern auch nicht unerheblich Wasser verwandt, da die Böden dort eigentlich gar nicht geeignet sind.

    1 Kilogramm Rindfleisch kommt auf Stolze 18000 Liter Süßwasser für die Herstellung, zuzüglich CO2 für Transport, Herstellung anliegender Güter (Verpackung etc.) und der schlechten Verdauung aufgrund des Kunstfutters (kein Scherz) ist die ökologische Bilanz von Rindfleisch eine echte Katastrophe.

    Beim Schwein, das übrigens völlig zu unrecht als Nahrungsmittel verkannt wird.

    Würde man in Europa Kühe so wie in Südamerika (!!!) züchten, dann würde in der Tat die Pflege der Graslandschaft ein guter Nebeneffekt sein. Leider werden Rinder hier nicht, wie in Paragonien z.B. durch große Weidefächen getrieben, was nebenbei auch noch die Fleischqualität deutlich erhöht und wesentlicher weniger medikamentöse eingriffe erfordert, sondern eben Indoor im Massenzuchtbetrieb. Mit allen schlechten Folgen für die Umwelt UND den Verbraucher.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren