Aus dem Takt

Diesmal ist nicht die Bahn schuld. Gut, wenn ich jetzt besonders spitzfindig wäre, würde ich ihr zumindest eine Teilschuld anlasten, aber nun denn. Ich hätte ja auch ohne Sitzplatzreservierung den Zug heute morgen nehmen können.

Die Zeit auf der Strecke von Bielefeld nach Essen ist bei morgens komplett verplant. Erst etwas Zeitung lesen, dann ein wenig dösen und spätestens ab Hamm dann den morgendlichen Blogeintrag schreiben. Heute ging das nicht. Mein Mitreisender aus Magdeburg hat mich völlig aus dem Takt gebracht. Dafür hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Professor für Pharmakologie – genau der Mitreisende aus Magdeburg.

Wäre er nicht in Bochum ausgestiegen, hätten wir uns vermutlich noch bis zur Endstation unterhalten. Manchmal gibt es einfach Menschen, die einem sofort nicht nur sympathisch sind, sondern mit denen man auch eine Wellenlänge hat. Da lässt man sich dann gerne vom Zeitung lesen oder anderen Tätigkeiten abhalten.

Wobei ich in diesem Fall auch schon einen guten Einstige hatte. Als ich zu meinem Sitzplatz vorgedrungen war, sah ich erstmal nur einen Menschen, der sich etwas breit gemacht hatte. Nach dem ich meine Beine verstaut hatte, fragte er mich, ob das so gehen würde. Von mir kam dann der Spruch „Ich denke, wir beißen uns schon nicht”. Danach war das Eis wohl gebrochen.

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