Nacktscanner

Nach dem letzten, zum Glück vereitelten, Flugzeuganschlag ist auch in Deutschland das Geschrei nach so genannten Nacktscannern wieder groß. Ethische Bedenken haben die schwarz-gelben Koalitionäre schnell vom Tisch gewischt. Sicherheit geht schließlich vor.

Datenschützer und andere Bedenkenträger sehen naturgemäß die Einführung von Nacktscannern nicht ganz so unkritisch. Wenn man in dieser Sache der Bundesregierung etwas vorwerfen kann, dann ist es ungeschicktes Marketing. Mit der richtigen Strategie würde die angebliche Terroranschlagsprävention breite Zustimmung in der Bevölkerung finden.

Notwendig wäre dazu eine Zusammenarbeit unter anderem mit den Krankenkassen. Die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen würden so zum bequemen Gesundheitscheck, für den nicht mal Praxisgebühren bezahlt werden müssten. Wiegen, scannen Bodymaßindex bestimmen und eine kleine Blutprobe abnehmen. Abschließend dann nur noch eine Speichelprobe, was ja auch bei der Aufklärung von Sexualverbrechen hilft.

Am Gateway erhält dann jeder Flugreisende seinen persönlichen Diätplan. Gerade weil die Deutschen die dicksten Europäer sind, wäre der Nacktscanner ein Segen im Rahmen eines nationalen Fitnessprogrammes.

Falls dann trotz Nacktscanner dann doch mal ein Terrorist durchrutsch, kann man anhand der Speichel- und Blutproben dann zumindest die Leichen schneller zuordnen.

Wie gesagt, es kommt nur darauf an, wie man am besten die Bevölkerung für dumm verkauft – dann kann man auch immer mehr Grundrechte abschaffen.

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