Nacktscanner

Nacktscanner

Nach dem letzten, zum Glück vereitelten, Flugzeuganschlag ist auch in Deutschland das Geschrei nach so genannten Nacktscannern wieder groß. Ethische Bedenken haben die schwarz-gelben Koalitionäre schnell vom Tisch gewischt. Sicherheit geht schließlich vor.

Datenschützer und andere Bedenkenträger sehen naturgemäß die Einführung von Nacktscannern nicht ganz so unkritisch. Wenn man in dieser Sache der Bundesregierung etwas vorwerfen kann, dann ist es ungeschicktes Marketing. Mit der richtigen Strategie würde die angebliche Terroranschlagsprävention breite Zustimmung in der Bevölkerung finden.

Notwendig wäre dazu eine Zusammenarbeit unter anderem mit den Krankenkassen. Die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen würden so zum bequemen Gesundheitscheck, für den nicht mal Praxisgebühren bezahlt werden müssten. Wiegen, scannen Bodymaßindex bestimmen und eine kleine Blutprobe abnehmen. Abschließend dann nur noch eine Speichelprobe, was ja auch bei der Aufklärung von Sexualverbrechen hilft.

Am Gateway erhält dann jeder Flugreisende seinen persönlichen Diätplan. Gerade weil die Deutschen die dicksten Europäer sind, wäre der Nacktscanner ein Segen im Rahmen eines nationalen Fitnessprogrammes.

Falls dann trotz Nacktscanner dann doch mal ein Terrorist durchrutsch, kann man anhand der Speichel- und Blutproben dann zumindest die Leichen schneller zuordnen.

Wie gesagt, es kommt nur darauf an, wie man am besten die Bevölkerung für dumm verkauft – dann kann man auch immer mehr Grundrechte abschaffen.

2 Replies to “Nacktscanner”

  1. Der Sarkasmus kommt gut raus. :) Ich hatte im Urlaub das Vergnügen, einer der „random ppl“ zu sein, die durch den Scanner mussten, bilde mir aber ein, dass der Sicherheitsbeamte nur einen grünen Haken auf dem Bildschirm hatte. Wenn dem so ist, dann ist die ganze Aufregung quasi für die Katz.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren