Morgenstund hat Gold im Mund

Morgenstund hat Gold im Mund

Gestern hatte ich einen interessanten Brief in der Post (auf echtem toten Holz), der wahnsinnig wichtig klang. In der Betreff-Zeile stand „Rechtliche Klärung wegen wildbits.co.de“.

Oha, da wird man erstmal hellhörig und überliest zunächst das .co im Titel. Es ging dann auch wichtig weiter im Brief:

wie Sie wissen [Rechtschreib- und Gramatikfehler wie im Original] gibt es in sehr vielen Ländern der Welt Domains mit einem .co. vor dem Ländercode vor der Domän

Aha, sehr erhellend. Dan war die Rede von einer so genannten Sunrise-Phase, in der ich die Möglichkeit hätte, die Domain wildbits.co.de zu registrieren, da

Sie mit wildbits.de eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt betreiben

Danke für die künstlichen Blumen! Erstmal Honig ums Maul schmieren, damit man den Leuten einen Bären aufbinden kann. Sunrise-Phase meint wohl, dass die meisten Leute noch nicht richtig wach sind und nicht merken, dass ihnen für 99 Euro eine Subdomain eingerichtet werden soll.

Tatsächlich ist es irreführend bei wildbits.co.de von einer Domain zu sprechen. Sicher, co.de ist eine Domain einer Firma in Osnabrück, die versucht auf einfache Art Geld zu machen. Der Bestandteil „wildbits“ ist dabei nur eine Subdomain.

Übertragbar ist wildbits.co.de dabei nicht, denn die eigentliche Domain bleibt natürlich im Besitz der Firma aus Osnabrück.

Um den Druck noch etwas zu erhöhen, endet das Schreiben mit dem Hinweis

Wenn Sie auf dieses Schreiben überhaupt nicht antworten, ist es möglich, dass die Domain wildbits.co.de in der Landrushphase durch einen Dritten registriert wird.

Nun, wird wohl nötig sein, da doch zu reagieren. Ich denke, mit einem freundlichen Telefonat kann man deutlich machen, was man von der Sache hält.

3 Replies to “Morgenstund hat Gold im Mund”

  1. Bitte nicht da anrufen und so die Leitungskapazität schonen;-)))).

    Der Anruf kostet wahrscheinlich nur deine Nerven, es sei denn, es macht dir Spass.
    Besser wäre doch, die Verbraucherzentrale einzuschalten, oder???

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren