Einbeinige Stutenkerle

Aus falsch verstandener Höflichkeit fiel seinem Heißhunger nicht zuerst der Kopf zum Opfer, sondern erst das linke, dann das rechte Bein. Beide wurden raubtierhaft abgebissen, wären die Arme später ausgerissen wurden. Das alles bekam der Stutenkerl noch mit.

Als nächstes wurde ihm die Pfeife geraubt, das einzige Stück Hoffnung, an welches er sich noch geklammert hatte. Traurig schaute er aus seinen Rosinenaugen der Pfeife hinterher, die achtlos im Papierkorb entsorgt wurde. Dann wurde sein Kopf vom Rumpf getrennt.

Zwischen der Dunkelheit, die ihm jetzt empfing und vollständig aufnahm und dem Geburtslicht eines Backofens irgendwo in der Innenstadt von Dortmund waren nicht mal 24 Stunden vergangen. Ein Schicksal von vielen, denn für die Jahreszeit typisch traf es tausende von Stutenkerlen.

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