Null Euro Jobber

Wer bei 1-Euro Jobbern gedacht hat, dass man bei der Ausbeutung von Menschen in Deutschland nicht tiefer sinken kann, der kennt noch nicht die neuen Null Euro Jobber. Dabei ist das keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern ein knallharter Job als Einpacker an Supermarktkassen, wie die Süddeutsche Zeitung im Artikel Überall Verlierer schreibt.

Mir hat der Artikel die Sprache verschlagen. Besonders das Zitat von Martin Lettenmeier, dem Inhaber der Firma, die mit der Vermittlung der Null Euro Jobber Geld verdient:

Er möchte die berufliche Selbständigkeit in Deutschland fördern und den jungen Leuten vermitteln, „dass jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist“.
Quell: SZ

Das Finanzamt dürfte sich bestimmt auch für die Selbständigen interessieren, die durch das Trinkgeld „Einkünfte” erzielen. Um das zu vermeiden, muss jeder der Null Euro Jobber abends seine Einkünfte offenlegen, damit verhindert werden, dass er sozialversicherungspflichtig wird. Auf welche Weise das geschieht, darüber schweigt sich der Artikel leider aus.

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