Ende der Durchsage

Wenn es etwas gibt, was ich morgens im ICE gerne habe, dann ist es meine Ruhe. Von Bielefeld bis Dortmund möchte ich Radio hören und meine Augen pflegen – sprich noch ein kleines Nickerchen machen.

Die meisten Mitreisenden (wenn man mal von Frau S. absieht) drängen einem nicht früh morgens ein Gespräch auf. Im Prinzip hätte ich damit meine Ruhe. Doch sichtlich um Höflichkeit bemüht, die leider aber nicht echt ist, drängt sich das Zugpersonal auf.

Das die nächste Haltestelle durchgesagt wird, ist völlig in Ordnung. Macht man im Regionalzug auch und dient der Orientierung. Alles andere aber ist uninteressant. Niemand will wissen, was es aktuell im Bordbistro gibt, wie die Zugbegleiter heißen und was sie gefrühstückt haben. Vor allem möchte ich das nicht nochmal in einer Sprache hören, die nur entfernt an Englisch erinnert. Wenn man etwas nicht kann, sollte man es einfach lassen. Wirklich. Ist besser so.

Und jetzt will ich bitte wieder meine Ruhe haben. Ende der Durchsage.

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