Ende der Durchsage

Ende der Durchsage

Wenn es etwas gibt, was ich morgens im ICE gerne habe, dann ist es meine Ruhe. Von Bielefeld bis Dortmund möchte ich Radio hören und meine Augen pflegen – sprich noch ein kleines Nickerchen machen.

Die meisten Mitreisenden (wenn man mal von Frau S. absieht) drängen einem nicht früh morgens ein Gespräch auf. Im Prinzip hätte ich damit meine Ruhe. Doch sichtlich um Höflichkeit bemüht, die leider aber nicht echt ist, drängt sich das Zugpersonal auf.

Das die nächste Haltestelle durchgesagt wird, ist völlig in Ordnung. Macht man im Regionalzug auch und dient der Orientierung. Alles andere aber ist uninteressant. Niemand will wissen, was es aktuell im Bordbistro gibt, wie die Zugbegleiter heißen und was sie gefrühstückt haben. Vor allem möchte ich das nicht nochmal in einer Sprache hören, die nur entfernt an Englisch erinnert. Wenn man etwas nicht kann, sollte man es einfach lassen. Wirklich. Ist besser so.

Und jetzt will ich bitte wieder meine Ruhe haben. Ende der Durchsage.

One Reply to “Ende der Durchsage”

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren