Genetisches Handycap

Genetisches Handycap

„Frauen und Technik…”, heißt es ja landläufig immer. Dabei sind es eigentlich die Männer, denen der technische Sachverstand zu fehlen scheint. Aber der Reihe nach.

Laut Aussage einer britischen Telefonhotline schauen 64 Prozent der männlichen Anrufer vorher nicht ins Handbuch, während dies bei 76 Prozent der Frauen der Fall ist. Das lässt entweder die Vermutung zu, dass viele Männer nicht lesen können oder aber, dass diese grundsätzlich davon ausgehen, auch ohne Handbuch zurecht zu kommen – der so genannten „Homo kann ich alleine”.

Meistens endet das bei den verkannten Handwerkern und Hobytechnikern damit, dass sie erst dann Hilfe suchen, wenn es bereits hoffnungslos zu spät ist.

Erstaunlich dabei ist, welche Ursachen das nicht funktionieren der technische Geräte hat. Bei zwölf Prozent der männlichen Anrufer, so die Süddeutsche Zeitung, hätte der vermeindliche Fehler ganz banale Ursachen. So sei entweder das Gerät nicht eingeschaltet oder der Stecker nicht eingesteckt.

Das Männer dann nicht mal richtig zuhören können, zeigt dann die Anzahl derer, die mindestens noch ein zweites Mal anrufen, weil das Problem immer noch nicht gelöst wurde – ganze 47 Prozent sind es.

Es wäre an der Zeit, aus den Beobachtungen einer Firma Konsequenzen zu ziehen und eine groß angelegte Studie zu starten. Nur so lässt sich klären, ob tatsächlich ein genetischer Defekt vorliegt oder das Ganze Erziehungssache ist.

One Reply to “Genetisches Handycap”

  1. Sparen wir uns eine teure Studie;-)
    Bei der Hotline ist man relativ anonym, blamiert sich vermeintlich nicht.
    Täte mann auch nicht, wenn er Passanten nach dem Weg fragen würde – aber macht er nicht, da er zugeben müßte, Hilfe anzufordern – von Angesicht zu Angesicht und evtl. noch Begleitpersonen, die das mitkriegen;-))
    Ein Junge weint doch nicht, ergo braucht er keine Unterstützung. Wenn’s dann noch um Technik geht, wäre die Ehre vollends im Eimer.
    (Trotzdem die nicht in Genen steckt und durch Hilfe beigebracht wird).

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren