Halbautomatik

Mit normalen elektrischen Zahnbürsten stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Bei der Mundhygiene ausgeliefert zu sein an so ein Gerät, dass man sich in den Mund steckt und dann den Strom einschaltet, ist mir Suspekt. Es erinnert mich nicht an Zahnarzt, sondern eher an Folterkeller. Zudem ist mir der runde Bürstenkopf zu klein.

Von klein auf trainiert, bestimmte Bewegungen mit der Bürste durchzuführen, fehlt mir genau das bei einer elektrischen Zahnbürste. Was die Werbung für die Bürsten aber schafft, ist einem ein schlechtes Gewissen zu machen. Putzen wie die Altvorderen, dass kann ja wohl kaum gründlich sein.

Seit gut einer Woche habe ich für mich eine gute Alternative gefunden. Quasi ein Kompromiss aus manuellem putzen und elektrischem abbürsten. Von Dr. Best gibt es eine Bürste, die wie eine normale Zahnbürste aussieht. Geputzt wird auch ganz normal. Durch Druck auf einen kleinen Knopf am Stiel vibriert die Bürste und unterstützt bei der Zahnreinigung.

Ich denk jetzt mal nicht darüber nach, was man mit der Bürste sonst noch so anstellen kann oder wie das Ding in einem Monat zu entsorgen ist. Was erstmal zählt, ist das angenehme Gefühl, sauberer Zähne und zudem nicht schon nach drei Tagen wieder einen wie abgekaut aussehenden Bürstenkopf zu haben.

Wie die Bürste heißt, ist mir entfallen (brauche wohl auch was zur Erhöhung der Merkfähigkeit). Das ich den Produktnamen nicht weiß, liegt vielleicht aber auch daran, dass er nicht auf der Zahnbürste steht. Keine gute Idee der Marketingabteilung. Punktabzug gibt es dafür jedoch nicht.

Auf ein Fazit bzw. eine Wertung verzichte ich an dieser Stelle lieber, denn die Bürste ist nur für einen ganz bestimmten Anwenderkreis sinnvoll (zudem ich mich zähle), sondern dürfte wohl auch eine extrem schlechte Umweltbilanz haben.

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