Endspurt zu BW

Endspurt zu BW

Der Enspurt zur Bundestagswahl steht an, wobei nicht bekannt ist, ob FWS überhaupt läuft. Nach den Wahlen am vergangenen Sonntag – aber wir wollen nicht zurück schauen, denn das führt nur dazu, dass man beim vorwärtslaufen stolpert.

Mit etwas Ruhe betrachtet muss man sich derzeit die Frage stellen, ob der bisherige Eiertanz der SPD überhaupt als Kurs oder klare Linie bezeichnet werden kann. Wie sich gezeigt hat, können wir sie nicht ignorieren. Eine Politik der verschwurbelten Ausreden und Schlingerkurse nimmt uns mittlerweile auch kein Wähler mehr ab.

Wenn die SPD tatsächlich schwarz-gelb verhindern will, dann gibt es nur den klaren Blick vorwärts. Statt um die Linkspartei herumzutänzeln wie ein Amateurboxer sollten wir auf sie zugehen, sie umarmen. So fest in den Arm nehmen, dass vor lauter Mutterliebe keine Luft mehr bekommt.

Sollte bei diesem Kurs Störfeuer aus der CDU kommen – Stichwort Rote Socken Kampagne – so wäre es die Gelegenheit, mal öffentlich aufzuzählen, was für Blockflöten und Altlasten sie in ihren eigenen Reihen hat.

4 Replies to “Endspurt zu BW”

  1. Hallo,
    Da solltest Du vielleicht Follower von Müntefering auf twitter werden.
    Dort macht er jedenfalls recht Bürgernahe Werbung für die SPD und twittert auch zur BW mit den Genossen. Eine Freude die tweets zu lesen. Er schafft es sogar in einem Reply die Ziele der SPD in 140-Zeichen zusammenzuzählen.
    Ich frage mich allerdings ernsthaft, wer sich wirklich die schwarz/gelbe Bienenregierung antun will. Wer bei gesundem Menschenverstand ist, doch wohl nicht. Guido würde mit allen mitgehen um in die Regierung zu kommen.
    Dann doch lieber SPD. Frau Kanzlerin verordnet allen fast eine Maulsperre und der interessierte Wähler fragt sich, was ist da los? Beim letzten Wahlkampf viel RambaZamba und diesmal. Eher alles total Maulfaul und ohne feste Ziele.
    Letztich ist die Taktik aller Parteien nur Zuspiel für die, die durch unqualifizierte Meinungsmache auf Wählerfang gehen. Ihr wisst, wen ich meine.
    Grüße Oliver

  2. Spielen wir also alle ‚Schiffe versenken‘.
    Teilnehmen dürfen aber nur die, die darin fit sind und das möglichst schnell hinkriegen.

    SPD nimmt die Linke in den Würgegriff, aber so, dass sie sich bis fast zuletzt dabei wohl fühlt (immerhin ein besserer Vorschlag, als ihr nur 2 Rippen zu brechen, das tut ja nix ;-) ).

    Sind die schonmal platt – dürfen aber nicht kurz vorher Amnestie kriegen (ist die Spielregel, sonst wär‘ die SPD wieder zu gross und das Spiel ging in die Endlosschleife).
    Auf die CDU haut sie derweilen auch drauf, nützt aber nix, da Schiffe nicht versenkt werden können, indem man Steine schmeisst (wer ohne Schuld ist…) oder andere Fluggeschosse wie Boomerange.

    Wenn das nicht klappt, ist die CDU wieder dran. Die kennen aber die Spielregeln von ‚Lügen und Betrügen‘ (altes Kinder-Kartenspiel) besser und wollen gleich die Grünen mit plattmachen. Spielleiter sagt: Geht nicht, in diesem Spiel wird fair gespielt.
    Können se‘ nicht und sagen beleidigt, dass sie die Schmuddelkinder, das Gesocks einfach nicht mitspielen lassen.

    Spielleiter sagt: Reisst euch mal zusammen, so nu‘ nich‘!
    Machen sie also erstmal weiter, so wie sie es eben am besten können. Da kommt nicht’s bei rum, es werden viel zu wenig Schiffe versenkt, weil ständig einer sagt: NEE: Das nicht, das ist auch meins.

    Wieder 4 durchgezockte Tage und Nächte, bis der Spielleiter sagt: Nee: Wir fangen nochmal neu an.
    Eigentlich hat er keine Lust mehr und meint, es wäre an der Zeit, dass das auchmal ein Jüngerer übernehmen könnte. Hatte er doch genügend Nachwuchs nebenbei noch trainiert und sogar selbstlos jeden Sonntag zum Spielleiter-Training kutschiert.

    Wahrscheinlich bleibt er auf dem Job hängen, bis er umfällt.
    Und wenn das Spiel bis dahin nicht ausgerottet ist, lebt es vielleicht noch heute.

  3. @Oliver: Müntefering bei Twittter zu folgen würde ich machen, wenn er wirklich selber twittern würde. Oft sind es ja Mitarbeiter im Hintergrund, die das „übernehmen“.

    @Frollein: Das Problem an dem Spiel liegt im letzten Teil. Es fehlt tatsächlich der Nachwuchs. Wenn ich schaue, was in der SPD nach Müntefering, Steinmeier und Co kommen könnte, sehe ich nur ein großes tiefes Loch.

  4. Spam light: Danke (bis 10 schaffe ich, mehr wird schwer;-))

    Zum Spiel:
    Oh, hatte ich vergessen, das es um Zocken geht? Also mit richtigen Euroeinsätzen?
    Ist zwar verboten, darum spielen wir auch dunklen Hinterstuben, da wo keiner reinkommt.
    (Weil man sich nämlich ungestört konzentrieren muss – auch Aufgabe des Spielleiters, das den Fans so zu verkaufen.)

    Die Fans finden es erstens langweilig mittlerweile und fühlen sich ein bisschen verarscht, wenn der Spielleiter immer öfter daher kommt und um Spenden für seine gemeinnützige Unterhaltung bittet.
    Kriegen die doch auch mit, dass er die Spielregeln nicht durchsetzen kann, aber auch nicht viel mehr! Langweilig eben, wenn man nicht mal ‚Geh‘ nach Hause‘ rufen kann und zusehen muss, bis der durch dubiose Aktionen vielleicht irgendwann verkauft oder ab in die Rente gesetzt wird.
    Überhaupt hatte er eine völlig falsche Strategie: Ein paar Jungs ehrenamtlich zu kutschieren, reicht eben nicht.

    Ich finde das ganze Spiel blöde!
    Und ganz gut, dass der Nachwuchs so nicht mehr mitmacht.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren