Schweinegeiler Geldvirus

Lassen wir mal außen vor, dass die Wirkung des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe nicht unumstritten ist. Ebenso blenden wir einfach aus, dass die Bundesregierung schon wesentlich früher, so wie es andere Staaten getan habe, Vorsorge hätte treffen sollen. Was dann bleibt, ist eine unerfreuliche Sommerkomödie. In der Hauptrolle: die Krankenkassen.

Statt einfach ehrlich zu sagen, dass sie mit der Absenkung des Beitrags nicht zufrieden sind und zur Pflege opulenter Firmensitze wieder mehr Geld dringend bräuchten, jetzt wo die Ärzte ja auch ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen haben, waren sie auf der Suche nach einem Vorwand.

Den haben sie jetzt anscheinend auch gefunden: die Schweinerippe. Da sie die Kosten für die Impfungen unmöglich tragen können, müssen die Beiträge erhöht werden. Schaut man etwas genauer hin, grenzt das schon
an Erpressung. Als Faustfand wird die gesamte deutsche Bevölkerung genommen – Geschäfte machen mit der Angst vor der Schweinegrippe.

Eine mutigere Bundesregierung, die möglicherweise nicht gerade vor der Bundestagswahl steht oder aber von Lobbyisten unterwandert ist, würde das Gebaren der Krankenkassen auf der Stelle als Anlass nehmen, dass gesamte System neu zu gestalten, die Kassen zu einer allgemeinen Gesundheitsversicherung zusammen zu fassen. Eine Kasse, in die alle einzahlen.

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