Schweinegeiler Geldvirus

Schweinegeiler Geldvirus

Lassen wir mal außen vor, dass die Wirkung des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe nicht unumstritten ist. Ebenso blenden wir einfach aus, dass die Bundesregierung schon wesentlich früher, so wie es andere Staaten getan habe, Vorsorge hätte treffen sollen. Was dann bleibt, ist eine unerfreuliche Sommerkomödie. In der Hauptrolle: die Krankenkassen.

Statt einfach ehrlich zu sagen, dass sie mit der Absenkung des Beitrags nicht zufrieden sind und zur Pflege opulenter Firmensitze wieder mehr Geld dringend bräuchten, jetzt wo die Ärzte ja auch ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen haben, waren sie auf der Suche nach einem Vorwand.

Den haben sie jetzt anscheinend auch gefunden: die Schweinerippe. Da sie die Kosten für die Impfungen unmöglich tragen können, müssen die Beiträge erhöht werden. Schaut man etwas genauer hin, grenzt das schon
an Erpressung. Als Faustfand wird die gesamte deutsche Bevölkerung genommen – Geschäfte machen mit der Angst vor der Schweinegrippe.

Eine mutigere Bundesregierung, die möglicherweise nicht gerade vor der Bundestagswahl steht oder aber von Lobbyisten unterwandert ist, würde das Gebaren der Krankenkassen auf der Stelle als Anlass nehmen, dass gesamte System neu zu gestalten, die Kassen zu einer allgemeinen Gesundheitsversicherung zusammen zu fassen. Eine Kasse, in die alle einzahlen.

4 Replies to “Schweinegeiler Geldvirus”

  1. Sieht so aus, dass die Herrschaften der Krankenkassen von einem gefährlicheren Virus befallen sind: Influenza monetaris.

    Dieser aufgeblähte Verwaltungsapparat der Kassen stinkt mich mittlerweile an. Eine Kasse für alle würde das erheblich vereinfachen.

  2. … hach, was waren dsa für herrliche Zeiten in denen der Markt für Krankenkassen geöffnet wurde… jaja, Konkurrenz belebt das Geschäft, da kann sich jeder das Beste für sich aussuchen…
    *sigh!*
    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren