RealFrust

Obwohl ich eigentlich anderes zu tun habe, nämlich mein versprochenes Kapitel für das Magento Buch zu schreiben, habe ich mehr als die Hälfte des Tages mit RealBasic verbracht.

Um das Warum zu erklären, muss ich ein Wenig ausholen. Anfang des Jahres habe ich nach langer Zeit wieder mit dem Rollenspiel Midgard angefangen. Nach dem wir an diesem Samstag die Runenklingen-Kampagne durchgespielt haben (sehr empfehlenswert), steht uns der Sinn nach weiteren Abenteuern, allerdings mit eigenen Spielfiguren.

Das Erstellen eines Charakters ist etwas zeitaufwendig – besonders dann, wenn man sich noch nicht sicher ist, welche Klasse man wirklich möchte. Nach längerer Suche im Internet bin ich dann über das Programm Magus gestolpert. Wenn mal vom spröden Charme absieht, den das Programm ausstrahlt, bleiben eine Menge Bugs und vor allem eine alte Windows-Version über. Für den Mac gibt es natürlich nichts, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Zum Paket für Suse-Linux sage ich mal nichts, denn das war der Selbstversuch letztes Wochenende…

Trotz allem machte es aber Spaß, auf diese Weise Charakter zu erstellen. Das führte mich dann schließlich dazu, das Programm mit RealBasic nachzubauen. Zwar kannte ich Realbasic noch nicht, aber so schwer sollte es ja nicht sein. Trotz eines Einführungsbuches (über dessen Qualität ich mich heute schon bei Twitter ausgelassen habe) und guter Dokumentation gelang es mir jedoch nicht, zwei sehr zentrale Fragen zufrieden stellend zu beantworten. Zum einen wollte ich einen sauberen PDF-Ausdruck, möglichst noch auf Basis des Orignalcharakterbogens. Zum anderen wollte ich die Tabellen aus dem Regelbuch entweder als Datenbank oder XML-File einlesen. Gerade letzteres hat mich an den Rand des Wahnsinns gebracht, denn ich möchte keine externe Datei oder Datenbank, sondern als Bestandteil der Applikation habe (sozusagen als Systemresource).

Um es etwas abzukürzen: Ich glaube, ich bin mit RealBasic durch. Wenn ich eine echte Applikation will, nehme ich wohl doch lieber Xcode und beiss mich da durch. Für mein Midgard-Projekt werde ich allerdings den Weg nehmen, den ich schon kenne – als Typo3-Extension. Da erledigt sich das Problem mit XML-Dateien und PDF-Druck nahezu von alleine.

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