Linux im Selbstversuch

Am Wochenende hatte ich die rückblickend blöde Idee, mir mal wieder Linux näher anzusehen. Vermutlich lag das wohl an den erneuten Ausfällen meines MacBooks. Jedenfalls dachte ich mir, mal Suse und Ubuntu in einer virtuellen Umgebung einzurichten und eine Applikation zu installieren und zum laufen zu bringen, die nicht Bestandteil der Distribution ist.

Die Installation von Linux selber geht dank der so gennanten Live-CDs recht mühelos, wobei das bei mir auch an der virtualisierten Hardware liegen kann. Auch die Geschwindigkeit, mit dem sich die jeweilige Distribution (OpenSuse 11 und Ubuntu 9) installieren lies, war beeindruckend schnell.

Das eigentliche Drama fing dann nach der Installation an. Abgesehen davon, dass man sich erstmal orientieren muss auf einer bis dahin fremden Inatallation, war es ja Ziel, nachträglich noch Komponenten hinzuzufügen. Trotz Tools geht das manchmal nur auf die harte Tour, also in der Shell. Ohne Unix-Grundkenntnisse ist man da ziemlich aufgeschmissen.

Besonders unangenehm wird es, wenn ein Programm nicht läuft, wenn zuvor nicht zusätzliche Pakete installiert sind – von denen man aber nicht den Namen kennt und eine Fehlermeldung erhält, sondern nur den eines Bestandteils.

Das der Acrobat Reader nicht vorinstalliert ist, war nachvollziehbar. Warum aber LaTeX und Postgre fehlten, ist mir schleierhaft. Ebenso ungewohnt war dann am Ende der Tortur, dass sich die Applikation nur über die Shell aurufen ließ, dann aber mit GUI startete.

Zusammengefasst behaupte ich mal, dass derzeit Linux auf dem richtigen Weg, aber noch weit davon entfernt ist, benutzerfreundlich für den durchschnittlichen User zu sein. Für mich ein deutliches Signal, dass an Mac Os X kein Weg vorbeiführt. Mit dem Betriebssystem hat man eine einfache, intuitive Bedinung und muss unter der Haube nicht auf Unix verzichten.

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