Solarstrom für die SPD

Im Fernsehen soll die Supernanny in Familien immer dann auftauchen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen bzw. wenn niemand sonst mehr der Familie hefen kann – oder will.

Über das zur Schaustellen von Kindern und deren Eltern, die meist am Rande der Gesellellschaft (und damit in der Zielgruppe des Senders) stehen, lässt auch trefflich streiten. Vor allem auch über die pädagogischen Ansätze der so genannten Super Nanny.

Wir wollen an dieser Stelle aber nur festhalten, dass auch die SPD sich Hilfe von der Super Nanny holt. Das lässt mehrere Schlussfolgerungen zu. Zum einen muss es der Partei schon ziemlich schlecht gehen, wenn sie eine Erziehungsberaterin benötigt. Wobei fraglich bleibt, ob auf diese Weise Personen wie Peer Steinbrück oder andere zu mehr Geschlossenheit erzogen werden können. Zum anderen spricht es nicht für die Partei, wenn sie auf solche Personen zurückgreifen muss, um Aufmersamkeit zu erregen – werben kann man ja nicht mit der Super Nanny, zumindest nicht, wenn Werbung etwas positives bewirken soll. Früher haben sich Künstler und Intellektuelle für die Sozialdemokraten stark gemacht. Fehlt eigentlich nur noch eine Folge Dschungelcamp mit der Spitze der SPD um noch tiefer zu sinken.

Wie der Wähler zur SPD steht, wird sich im September zeigen. Der derzeitigen Stimmung zu Folge wird er die Partei in die Wüste schicken. Das muss für die SPD nicht unbedingt das Schlechteste sein, denn wir wissen ja seit neustem, dass aus der Wüste Strom, also neue Kraft kommen kann. Und die bräuchten sie auf jeden Fall, wenn sie wieder in die Regierungsverantwortung wollen.

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