Ein unmoralisches Angebot

Ein unmoralisches Angebot

Es ist dieser eine Satz, auch wenn er nur unbedacht geäußert wird, der jedesmal aufs Neue erschüttert.

Jeder ist käuflich, es kommt nur auf den Preis an.

Dieser Satz negiert im Grunde das Vorhandensein von Moral und Ethik. Die Kernaussage ist, dass jeder Mensch bereit ist, sich dem Geld bzw. dem, der es zahlt, zu unterwerfen. Das dabei auch eigene Ideale auf der Strecke bleiben, ist ein Verlust, der von vielen gerne in Kauf genommen wird.

Wer den Satz anführt, der hat ein erschreckendes Bild von den Menschen und der Gesellschaft. Wenn jeder angeblich käuflich ist, dann hat sich die Korruption wie ein Krebsgeschwür im Körper der Demokratie breitgemacht.

4 Replies to “Ein unmoralisches Angebot”

  1. Ich lese schon eine Weile mit, weiß aber nicht ob ich schon mal einen Kommentar hinterlassen hatte, deshalb zuerst mal ein „Hallo“. In der Tat ein „schlimmer Satz“ – ich befürchte manch einer spricht ihn aus um seine eigene Käuflichkeit zu rechtfertigen.

  2. … hmm, ich benutze diesen Satz in abgewandelter Form über mich selber: „Klar bin ich käuflich, es hat sich mich nur noch keiner leisten können!“

    MfG
    jbj

  3. @aebby: Danke fürs lesen :-) Ich denke, die Vermutung „anch einer spricht ihn aus um seine eigene Käuflichkeit zu rechtfertigen“ ist völlig zutreffend.

  4. @Carl-Christian Knappe von der Aurel Brunner Ltd. dessen Kommentare (auch unter anderem Pseudonymen) hier aufgetaucht und von mir wieder gelöscht wurden: Beim nächsten Kommentar gibt es eine hübsche Rechnung dafür.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren