Alles auf Zucker

Alles auf Zucker

Wer den Bericht der Bundesregierung über den Verbleib der EU-Agrasubventionen in Deutschland liest, kommt ins Grübeln. Der größte Profiteur ist Südzucker. Die kleinen Bauer proftieren kaum von den Subventionen. Die Argumentation für den Geldsegen, immerhin rund 34 Millionen Euro im letzten Jahr, den Südzucker erhalten hat, lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Zucker zaubert – und zwar Geld in die falschen Taschen.

Da die Herstellungskosten für Zucker im internationalen Vergleich in Deutschland viel zu hoch sind, erhält der Hersteller Subventionen, um den Zucker auf dem Weltmarkt unter den Erzeugerkosten zu verkaufen. Das schadet nicht nur den Bauern in Deutschland, sondern auch den Bauern insbesondere in Ländern der so genannten Dritten Welt.

Es kommt aber noch besser. Auch Hersteller von Süsswaren in Deutschland bekommen Geld von der EU, denn so die Argumentation, sie würden schließlich den teureren Zucker verarbeitet. Damit auch sie international keine Absatzschwierigkeiten haben, gibt es Zuschüsse.

2 Replies to “Alles auf Zucker”

  1. Dass die EU-Agrarpolitik jährlich mehr als 40 Mrd. Euro verschlingt, ist vielen bekannt. Unklar ist hingegen, wofür welche Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe wie viel Agrarsubventionen erhalten. Das soll sich jetzt ändern! In der „Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen“ haben sich 30 Organisationen zusammengeschlossen, um mit Nachdruck die Veröffentlichung der Verteilung der Agrargelder einzufordern.

  2. Hello,

    I am using mygallery plugin but all of a sudden my „create new gallery“ feature is not working. Do you speak English and can you help me? Any help would be appreciated.

    Sincerely
    Frank Louis

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren