Die nächste Metro

Die nächste Metro

Als sie im Buch starben, war den Sätzen jegliche Rückkehr ins Leben verbaut. Der Kandidat huschte mit seinen Fingern über die Zeilen. Hinter ihm stand das Gespenst der Zukunftsfähigkeit und wartete auf den richtigen Moment.

Ein untergeschobenes Ticket nach Brasilien versprach anderen Umgang, ja sogar Erlösung. Besser kaufen, wenn man auch mieten kann. In der Haushaltskasse bleibt so nur heiße Luft.

Statt Pin-Ups Anzüge im Spind. Etwas Prostitution für eine Hand voll Wählerstimmen. Was nützt Europa, wenn einem auf dem Weg dorthin der Sprit ausgeht? Die Neuordnung stirbt den Tintentod, kichernde Schimpansen retten sich auf Kirchtürme.

Auf großer Leinwand wird der Untergang in bunten Farben gemalt. In ansonsten verwaisten Innenstädten bleiben Kunstnamen zurück, die eine neue Dimension des Grauens versprechen. Die Quelle des Wohlstands ist versiegt, in der Erinnerung ist die Zeit für Korrekturen gerettet worden.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren