11.

Verdrehte Wahrheit

Stellen wir uns zwei Menschen vor, die einer drohenden Zwangsräumung aus einer Wohnung, in der sie über 40 Jahre gewohnt haben, zuvorkommen und selber ausziehen. Das ihnen dies nicht leicht gefallen ist, kann angenommen werden.
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10.

Die letzte Meile

Wie an so vielen Sonntagen um diese Zeit frage ich mich gerade, wo das Wochenende geblieben ist. Auch wenn ich die Frage wohl nicht beantworten kann (es muss definitiv ein schwarzes Loch geben, dass die Wochenenden verschluckt), so weiss ich zumindest, was ich die letzten Stunden gemacht habe.
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9.

Wasserschaden

Es gibt so Dinge, die plant man nicht – zumindest wir nicht. Das im Keller ein Rohr undicht war, hatte DER CHEF letzte Woche bereits der Vermieterin mitgeteilt. In der Zwischenzeit ist wohl vor allem eins passiert: nichts.
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8.

Unaussprechliche Erwartung

Es gibt Erwartungen, die bleiben unausgesprochen. Ebenso gibt es unaussprechliche Erwartungen. Dazwischen gibt es Erwartungen, von denen man gar nichts weiß oder bei denen man sich nicht darüber im klaren ist, was in letzter Konsequenz dahinter steckt.
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7.

Nachtsmenschen

Nachbarn, die zu später Stunde durchs Haus schleichen, in der Dunkelheit längst sich selbst verloren haben. Wie jemandem helfen, der nicht sehen will, dass er längst verloren hat?

Stolz ist auch etwas, an dem man ersticken kann. Kreise, die immer kleiner werden. Schatten, die auf einen selbst zurück geworfen werden. Wie helfen, wenn ausgestreckte Hände nicht erkannt werden?

In feuchten Zimmern klettert Schimmel die Wände hoch wie ein drohender Schatten. Durch Fenster- und Türritzen kriecht Verzweifelung in die Wohnung, aber weder Tränen noch ein Wimmern nach draußen. Was machen Nachtsmenschen, wenn ihr Tag gekommen ist?

6.

Grenzfragen

Der Weltraum ist vermutlich nicht nur die letzte Grenze, sondern auch ein Platz, wo die alten Schwarz-Weiß Fragen erneut gestellt wird.
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5.

Stimmen in der Nacht

Die meisten Menschen haben ihre persönlichen Dämonen, mit denen sie kämpfen. Ängste, die auftauchen und wieder verschwinden, sondern lebenslange Begleiter, denen man nicht entfliehen kann.
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4.

Bielefeld.

Das kann keine Überschrift sein! Einfach nur Bielefeld? Nein, nicht nur Bielefeld, sondern auch ein Punkt dahinter – kaum zu glauben, wie oft so ein Satzendzeichen übersehen wird.
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3.

Barcamps und so

Nach diesem Wochenende werde ich vermutlich die Frage gefallen lassen müssen, warum ich denn, als politisch nicht gerade uninteressierter Blogger, nicht auf dem politcamp 09 in Berlin gewesen sei. Nun, darauf gibt es mehre Antworten und mit der einfachsten, dass man ja nun nicht auf jeder Hochzeit tanzen kann (wobei ich ja eh nicht tanzen kann), wird wohl die meisten nicht wirklich zufrieden stellen.
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2.

Bomben über Island

Geöffnete Fenster sind Einladungen an die Träumer unter uns, sich von der Ewigkeit zu Überzeugen.
Angehalten von Regentropfen, die Papiere sehen wollen, nur um sie völlig zu durchnässen.
Wenn es blitzt, wird die Geschwindigkeit gemessen, mit der wir durchs Leben hetzen.