Unheimliche Daten

Es soll Menschen geben, die schon tagelang vor einem Freitag, den 13. schlecht schlafen können vor lauter Angst, was ihnen alles schlimmes an diesem Tag passieren könnte.

Für andere hingegen, zu denen sich auch der Autor dieser Zeilen zählt, ist Freitag der 13. ein ganz normaler Tag. Der wohl einzige offensichtliche ist der, dass ein Wochenende bevorsteht, was aber offenkundig nicht mit dem Datum, sondern mit dem Tag zu tun hat.

Nun, genug der Vorrede. Gestern war Mittwoch, der 13. und ich war abends erst mit über 70 Minuten Verspätung zu Hause. War das unheilvolle Datum Schuld an der Zugverspätung? Wohl eher nicht, sondern der Selbstmörder, der auf der Strecke geblieben ist.

Auch wenn es keinen Zusammenhang mit bestimmten Daten oder Sternen (es sei denn, sie fallen auf die Erde) gibt, scheint es doch eine noch unerforschte Regel zu geben, die Einfluss auf Zugverspätungen hat. Eine spontane Erhebung im ICE gestern brachte etwas Licht ins Dunkle.

Es gibt eine unerklärliche Häufung von Zugverspätungen vor wichtigen Terminen. Allerdings lässt sich nicht direkt daraus ableiten, dass die Bahn somit für die Wirtschaftskrise auf Grund geplatzter Verhandlungen verantwortlich ist.

Ebenfalls eigenartige sind die angeblich zufälligen Zugverspätungen, wenn man früher Feierabend macht und dank technischer Defekte, verbogener Gleise oder spielender Kinder vor dem ICE genau so spät zu Hause ist wie sonst auch.

Umgekehrt scheint es bei mir einen Zusammenhang zu geben zwischen Zugverspätung und Arbeitsverhalten. Gestern Abend hatte ich im Büro in Erwägung gezogen, länger zu arbeiten, weil ich gerade an einem spannenden Teil in der Programmierung einer neuen Typo3 Extension angekommen war. Ich entschloss mich dann doch dagegen, länger zu bleiben. Durch die Zugverspätung war ich dann letztendlich später zu Hause, als wenn ich im Büro geblieben wäre, denn der nachfolgende Zug war pünktlich in Bielefeld.

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