Brotschafter des Friedens

Brotschafter des Friedens

Die Überschrift sieht vermutlich nach einen der üblichen Tippfehler aus – kennt man ja hier. Ganz im Vertrauen: ist aber kein Tippfehler. Klären wir daher mal auf.

Das vom CHEF und mir abgeschlossene Getreideabo beinhaltet auch zwei Kilo Roggen. Mit normaler Hefe lässt sich aus Roggenmehl kein Brot backen. Nötig ist dazu ein Sauerteig. Den kann man entweder fertig kaufen (was den Brotpreis dann in die Höhe treibt) oder aber selber machen. Doch wie macht man Sauerteig selber?

Rat und Hilfe gibt es im internationalen Sauerteigforum, dessen Motto lauter:

Die Leser unseres Forums stammen aus allen Ländern und gesellschaftlichen
Hintergründen. Sie haben verschiedene Weltanschauungen und Religionen. Es ist
selbstverständlich für uns, dass dieses Forum völkerverbindend und mitmenschlich ist.

Es erstaunt mich nach wie vor, was man alles im Internet finden kann. Mir war auch bisher nicht bekannt, dass Menschen weltweit Sauerteigkulturen austauschen.

Ich für meinen Teil wäre schon recht zufrieden, wenn mein erstes eigenes Sauerteigbrot gelungen ist. Gut sieht es ja aus. Dafür hat es auch ordentlich lange gebraucht. Fünf Tage gärte das Roggenmehl vor sich hin, immer wieder liebevoll von mir gefüttert. Gestern Abend schliesslich das Finale. Vermischt mit frischem Mehl und nach entsprechender Ruhezeit landete der Teig für eine Stunde im Ofen.

Das Ergebnis nehme ich in Form einiger Scheiben gerade mit ins Büro. Wer weiß, vielleicht werde ich ja auch eines Tages zum Brotschafter.

2 Replies to “Brotschafter des Friedens”

  1. Lecker! :) Ein kleiner Tippfehler hat mir allerdings ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert.

    Ein Rogenbrot ist sicherlich nicht nur ein Geschmacks- sondern auch ein großes Geruchserlebnis….

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren