8. April
2009

Handarbeit

von tboley um 08:14 Uhr

Leicht angeschnittene Hände, von zuvorkommenden Mitarbeitern fachgerecht mit Hämmern zu einen blutigen Brei zerschlagen. Eine Hand wäscht die andere nur solange, wie noch Finger an ihr sind. Eingelegt in Salzlake erhöht sich die Haltbarkeit beträchtlich.

Das Fließband sorgte gnadenlos für Nachschub. Laute Sägen verhinderten jede Form von Privatgesprächen am Arbeitsplatz. Monotone Stumpfsinnigkeit führte zu Müdigkeit, diese zu Unachtsamkeit und am Ende der Kette befanden sich dann die falschen Finger in Zahnrädern oder sonstwo.

Der vor Entsetzen starre Blick auf die übrig gebliebenen Stumpen wirkte seltsam deplaziert angesichts der vorherschenden Grausamkeit.

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Schweigen im Walde zu „Handarbeit”
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