Insbesondere in Zeiten des Abschwungs setzt recht schnell ein Reflex ein, der suggeriert, es gäbe eindeutig ein Haufen gieriger Kapitalisten, die an allem Schuld wären. Ganz so einfach es ist in der Realität jedoch nicht. Vor allem fehlen entsprechende Patentrezepte, mit denen die Krise überwunden werden kann.
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Zunächst eine Klarstellung: Mein gestriger Blogeintrag ist nicht Schuld daran, dass wir heute vor nahezu vollendete Tatsachen gestellt werden. Die SZ schreibt klipp und klar „Wirtschaftsminister Glos wird abgelöst”.
Jetzt darf er also mit dem Segen von Oben nach Hause gehen. Lassen wir uns mal überraschen, ob der Nachfolger auch so blass sein wird. Gerüchten zu Folge wurde in Kungelrunden bereits mit Namen gehandelt
Wer derzeit den Meldungen aus dem Wirtschaftsministerium lauscht, wird sich wohl die Frage stellen, was denn Glos los sei mit dem Herrn Minister. Er lässt er seinen Chauffeur über den Fuß eines Polizisten fahren und dann bietet er Horste Seehofer (Chef der bayrischen Splitterpartei CSU und damit auch von Herrn Glos) seinen Rücktritt an. Bei Ereignisse stehen natürlich in keinem Zusammenhang. weiterlesen »
Heute morgen waren in beiden Zeitungen, die DER CHEF und ich bekommen (einmal die Süddeutsche Zeitung für die Nachrichten und die Neue Westfälische wegen der Werbebeilagen) eine Meldung zum Datenaffäre bei der Bahn zu finden.
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Den wohl besten Vorschlag diese Woche, wie es mit Bahnchef Mehdorn weitergehen soll, machte heute die Neue Westfälische. In einer Karikatur sieht man, wie Bundeskanzlerin Merkel mit dem Insolvenzverwalter von Märklin telefoniert:
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Eigentlich ist es unverständlich, warum sich manche Menschen über die Jugend von heute aufregen. Die sei, so ist zu hören, egoistisch und rücksichtslos. Wer des öfteren mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs ist und von zu lauten MP3-Playern bedrängt wird oder sich an dreckigen Schuhen auf Sitzen stört, könnte auch auf die Idee kommen, die Jugend zu bezichtigen.
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Gestern Morgen, auf dem Weg zur U-Bahn in Essen, dachte ich über die Möglichkeiten nach, die Twitter bietet. Gerade in Bezug auf die anstehenden Wahlkämpfe lässt sich sich einiges machen. Im Kopf war ich gerade bei den Strategien für den Kommunalwahlkampf, als ich im U-Bahntunnel an einem der Arbeiter vorbeiging, der gerade Bodenplatten verlegte.
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Während ich diese Zeilen hier tippe, Sitze ich im ICE Richtung Essen. Das kleine Problem dabei: der Zug fährt nicht, sondern steht in Gütersloh. Schuld daran ist ein LKW, der in Oelde vor eine Brücke gefahren ist. Gerade kommt unter Mitreisenden die Frage auf, ob das möglicherweise sogar ein Lastwagen von Schenker gewesen sei.
Wie dem auch sei, die Strecke ist gesperrt. Ärgerlich nur, dass dies bereits schon vor Abfahrt des Zuges in Bielefeld bekannt war. Wäre der Zug in Bielefeld nicht losgefahren, hätte ich mich nach Alternativen umsehen können.
Vermutlich ist das die Art, wie bei der Bahn Kundenbindung funktioniert. Erstmal die Reisenden einladen und nicht mehr rauslassen.
Am hinter uns liegenden Wochenende haben sich Deutsche Bahn und die Gewerkschaften im Rahmen der Tarifverhandlungen geeinigt. Künftig gibt es 4,5 Prozent mehr Lohn und mindestens zwölf freie Wochenenden. Es wäre jetzt ein leichtes, die Verhandlungen als erfolgreich zu bezeichnen. Nur ist dann damit nicht geklärt, für wen die Verhandlungen erfolgreich waren. Es könnte gut sein, dass am Ende nur eine Gruppe Verlierer auf einem Bahnhof steht, bei dem der letzte Zug längst abgefahren ist.
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Zurückblickend würde ich sagen, dass früher, als das Eis noch viel größer wirkte, da Thomas auch noch viel kleiner war, die Zeit deutlich langsamer verging – jedenfalls fühlte sich das so an. Wochenenden waren für jemanden, der sich auf den Kindergarten freute, zäh wie verbotenes Kaugummi.
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