Essen ist gesünder

Essen ist gesünder

Aus der Stadt, die sich gerade zur Kulturhauptstadt 2010 aufhübscht (böse Zungen behaupten, dass geschehe nach Art einer Bordsteinschwalbe) gibt es neue Erkenntnisse in Bezug auf die angeblichen Gefahren durch das Rauchen. An immer mehr Kneipen und Restaurants finden sich die Schilder wie diese:

Ab 18:00 Uhr ist bei uns rauchen erlaubt.
(gesehen in Essen-Rüttenscheid)

Der unwissende Ostwestfalen muss daraus schließen, dass den Besitzer exklusive Informationen vorliegen. Auch wenn es sich im Bereich der Spekulationen bewegt: es muss eine Studie geben, die belegt, dass rauchen in den Abendstunde völlig ungefährlich ist. Nur wer tagsüber raucht, fügt sich und seiner Umwelt Schaden zu. Vermutlich sind die krebserregenden Substanzen nachtblind oder betreiben Photosynthese, so das sie bei Einbruch der Dunkelheit nicht aktiv sind.

Damit ließe sich auch erklären, warum die Anzahl der Krebstoten durch rauchen erst in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Früher wurde eben nur zur späten Stunde geraucht (zum Beispiel die berühmte Zigarette danach). Inzwischen kennen die meisten Raucher kein Halten mehr und qualmen zu jeder Tageszeit – eben auch dann, wenn die Sonne intensiv strahlt und die Substanzen am aktivsten sind.

Insofern verdienen Essens Kneipenbesitzer eine Auszeichnung für geradezu selbstlose Bemühung um die Aufklärung der Bevölkerung. Nur sollten sie die Schilder wohl etwas größer machen und vor allem Informationsmaterial verteilen.

6 Replies to “Essen ist gesünder”

  1. Harter Beitrag. Man hört da einen gewissen Unterton raus. Also ich glaube das ja überhaupt nicht und ich denke, dass du mit diesem Artikel das Gleiche aussagen möchtest. Ich weiß gar nicht wie man auf so einen Blödsinn kommt. Rauchen ist zu jeder Tageszeit ungesund. Es ist auch die Menge, die man zu sich nimmt. Die ist auch ungesund. Und was das alles soll, dass kann ich nicht verstehen. Denn inzwischen darf man ja wieder in gewissen Kneipen rauchen. Was die Wahlen alles bewirken können…

  2. Da ich auch in der Branche tätig bin, kann ich dazu sagen, dass der Profit eine Rolle spielt. Man will ja die Raucher nicht ganz verprellen und trotzdem dem Gesetz genüge tun.

  3. @Christian: Der gewisse Unterton ist durchaus beabsichtigt. Bis auf das Schild, das tatsächlich so in Essen-Rüttenscheid zu sehen ist und dem steigen Trend, das Nichtraucherschutzgesetz aufzuweichen ist der Rest frei erfunden.

  4. Seh das genau so. Was bringt ein Nichtrauchergesetz, wenn es eh wieder umgangen wird und Lücken gefunden werden. Den Sinn hinter dem Gesetz haben wohl erst wenige begriffen.

  5. Also als Raucher muss ich mich auch mal einmischen. Generell finde ich das absolute Rauchverbot sicher nicht so toll, aber diese Aussagen hier, ab 18 Uhr sei Rauchen erlaubt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Die Gäste, die am nächsten Tag zum Mittagsgeschäft kommen, werden den Rauch garantiert noch riechen und dann macht das Ganze keinen Sinn. Dann sind meiner Meinung nach die abgetrennten Räume besser, wo Raucher und Nichtraucher getrennt sitzen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren