Des Kaisers neue Kleider

Des Kaisers neue Kleider

Kürzlich wurde die Webseite der SPD einem Redesign unterzogen. Über die Neuerungen kann man sicher genauso wie über Geschmack streiten. Was auf jeden Fall fest steht: es ist zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ein komplett neues Design. Selbst für ein Medium wie dem Internet ist das ziemlich schnell und häufig. Die Partei gibt den Takt vor, nur wer rudert an der Basis mit?

Eine kleine Bestandsaufnahme: Wer sich im Internet umschaut, was auf allen Gliederungsebenen der Partei an Webseiten vorhanden ist, wird auf eine unglaubliche Vielfalt stossen. Nicht nur bei den Inhalten und Meinungen, sondern auch beim Design der Seiten. Ein einheitlicher Webauftritt ist nicht vorhanden. Neben Auftritten, die aus Versatzstücke ältere Design der spd.de-Seite aus den letzten Jahren bestehen, gibt es auch, zum Teil sehr kreative, völlige Neuerfindungen. Der gemeinsame Nenner scheint nur das SPD-Logo auf der Webseite zu sein.

Im Hinblick auf die bestehenden Wahlen drängt sich die Frage nach einem Corporate Design auf. Wäre es nicht besser, wenn die unterschiedlichen Gliederungen einer Linie folgen würden – zumindest im Hinblick auf den Webauftritt? Oder ist diese Vielfalt bewusst gewählt, um auch die Unterschiede zum Ausdruck zu bringen?

Wer für seinen Ortsverein die Internetseiten gestalten soll, steht erstmal alleine da. Hilfestellung zum Webauftritt wird er Webseite der SPD nicht finden. Anpacken für unser Land? Gerne, wenn man nur wüsste wo.

8 Replies to “Des Kaisers neue Kleider”

  1. Bei aller Vielfalt wäre zumindest ein einheitliches Grundgerüst wünschenswert. Mit welchen Inhalten der Ortsverein es dann füllt, sollte ihm schon überlassen werden.

    @Thomas
    Tausch doch bitte mal im Link „spd.de“ das href:// gegen ein http:// aus. Danke.

  2. Also die Niedersachsen machen das ganz vorbildlich, wer irgendwie was für die SPD in Niedersachsen macht, muss deren CMS und das Design übernehmen, farbliche Anpassungen sind aber immer erlaubt.

    Und die Web-Sozis haben ja auch noch ihr CMS welches ein aktuelles Design mitliefert und schon viele umgestiegen sind.

    Ansätze gibt es genug.

  3. @Dennis: Ich hätte eigentlich erwartet, das die SPD die Agentur, die das Design entworfen hat, in die Pflicht nimmt – eine statische Vorlage wäre hilfreich. Dann müssten auch die Websozis nicht immer von vorne anfangen mit dem Revers Engineering.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren