Des Kaisers neue Kleider

Kürzlich wurde die Webseite der SPD einem Redesign unterzogen. Über die Neuerungen kann man sicher genauso wie über Geschmack streiten. Was auf jeden Fall fest steht: es ist zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ein komplett neues Design. Selbst für ein Medium wie dem Internet ist das ziemlich schnell und häufig. Die Partei gibt den Takt vor, nur wer rudert an der Basis mit?

Eine kleine Bestandsaufnahme: Wer sich im Internet umschaut, was auf allen Gliederungsebenen der Partei an Webseiten vorhanden ist, wird auf eine unglaubliche Vielfalt stossen. Nicht nur bei den Inhalten und Meinungen, sondern auch beim Design der Seiten. Ein einheitlicher Webauftritt ist nicht vorhanden. Neben Auftritten, die aus Versatzstücke ältere Design der spd.de-Seite aus den letzten Jahren bestehen, gibt es auch, zum Teil sehr kreative, völlige Neuerfindungen. Der gemeinsame Nenner scheint nur das SPD-Logo auf der Webseite zu sein.

Im Hinblick auf die bestehenden Wahlen drängt sich die Frage nach einem Corporate Design auf. Wäre es nicht besser, wenn die unterschiedlichen Gliederungen einer Linie folgen würden – zumindest im Hinblick auf den Webauftritt? Oder ist diese Vielfalt bewusst gewählt, um auch die Unterschiede zum Ausdruck zu bringen?

Wer für seinen Ortsverein die Internetseiten gestalten soll, steht erstmal alleine da. Hilfestellung zum Webauftritt wird er Webseite der SPD nicht finden. Anpacken für unser Land? Gerne, wenn man nur wüsste wo.

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