Framework für Namen

Mein Gedächtnis für Namen und Gesichtern erreicht wohl langsam des Status „berüchtigt“. Bereits während des Studiums brach bei mir Panik aus, wenn ich bei den Schulpraktika den Sitzplan nicht finden konnte. Es fällt ja auch auf, wenn man jeden in der Klasse mit „du da“ zur Beantwortung einer Frage aufruft.

Im Laufe der Jahre ist das nicht besser geworden. Dafür habe ich dann aber immer besser Strategien entwickelt, um die direkte Anrede zu vermeiden.

Bevor ich hier weiter meine persönliche Demenzgeschichte weiter schreibe, wechseln wir lieber das Fach und schauen uns eine eher komische Begegnung der dritten Art an.

Es war der Abend vor dem WordCamp in Jena. Ich hatte mich gerade etwas frisch gemacht, als es an der Tür klopfte. Vor mir stand ein junger Mann mit iPhone, der einen gewissen Michael suchte und erstaunt war, dass ich die Zimmernummer 32 hatte. Tja, das ist halt wie beim Adventskalender. Da weiß man auch nicht immer, was sich hinter den Türchen verbirgt.

Nach einer höflichen Entschuldigung verschwand er wieder, nur um mir später beim Abendessen wieder über den Weg zu laufen. Da war ich dann immer noch ahnungslos, ebenso wie am folgenden Tag.

Bei mir fiel auch noch kein Groschen, als ich dann an einer Session von Dirk, so hieß der Junge Mann, zum Thema CSS Frameworks teilnahm. Nach dem ich eine halbe Stunde zugehört hatte, tauchte in den Tiefen meines Gehirns etwas verschwommen auf. Dank elektronischer Unterstützung konnte ich dann das Internet zu Rate ziehen.

Plötzlich wurde mir dann auch klar, warum Dirk Jesse eine Session zum Thema CSS Frameworks abhielt. Immerhin hat er YAML entwickelt. Beim nächsten Barcamp mach ich mir glaube ich im Vorfeld einen kleinen Plan mit Namen, Gesicht und einer kurzen Notiz. Damit komme ich dann bestimmt schneller ins Gespräch.

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