Blogs und Zensur

Blogs und Zensur

Wer zu den regelmässigen Lesern dieser Seiten gehört (was laut neuster FeedBurner Statistik nur noch auf rund 160 Personen zutrifft), wird bereits festgestellt haben, dass es kein Lektorat für diese Seiten gibt. Die Tippfehler und Wortverdreher dürften Legion sein – zumindest weiß ich mich damit in guter Gesellschaft.

Weniger bekannt ist es wohl aber, dass es eine zweifache Zensur gibt. Längst nicht alles, was mir durch Kopf geht, schlägt sich hier nieder. Bevor etwas im Bloc veröffentlich wird, muss es erstmal dem (zugegeben sehr niedrigen) Mindestmaß an Niveau, Sitte und Anstand genügen. Jede Idee wird in ihr eigenes Dschungelcamp geschickt – wo bei das ja wieder nicht mit Niveau zu tun hat.

Sofern die Idee diese harten Prüfung besteht, wird sie der internen Zensurbehörde (Inquisition) in Gestalt des CHEFS vorgelegt. Nur wenn eine Idee die wohlwollende Zustimmung erhält, wird aus ihr tatsächlich ein Beitrag. Schnell auf der Strecke bleiben Geschmacklosigkeiten wie diese:

Nach dem Barrack Obama Präsident geworden ist, verkündet Blizzard, dass es künftig in World of Warcraft (WoW) keine Murlocs mehr geben wird. Grund dafür sei die Auflösung von Guantanamo und somit der Wegfall der Synchronsprecher. Bisher wurden die Murlocs von Inhaftierten beim Waterboarding gesprochen.

Wie zu sehen ist, gab es gute Gründe, aus dieser Idee keinen Blogeintrag zu machen. Mit etwas Geschick lässt sich aber jede Zensur umgehen, selbst wenn man dafür unwahrscheinlich viele Zeilen an nahezu sinnfreien Füllmaterial schreiben muss.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren