Stumme schreiend verklingen singende Mandarinen, während der Blumenkohl sich vor offenem Ofen entblättert. Schamlos werden Tageszeitung am Platz verteilt. Gefangene Reisende kommen in den zweifelhaften Genuss eines besonderen Service. Ausgeblutet Milch bedankt sich auf Englisch. Nicht nur mit Speck fängt man Politiker.
In Zeiten der Rezension muss man bei vielen Dingen Abstriche machen – so kommt auch dieser Blog offensichtlich nicht ohne Werbung (in diesem Fall von Trauerhaus Hoch & Tief) aus:
0180 495 14935 Bestattungen zum Ortstarif. Der nächste frei Platz ist für Sie reserviert. Bei uns bekommen Sie Trauerschleifen statt Warteschleifen.
Wenn man bedenkt, wie viele Menschen sterben, während sie in einer Warteschleife eines dieser vielen Callcenter hängen, die den Kunden als so genannte Servicecenter verkauft werden, steckt in der Werbung schon ein wahrer Kern.
Gestern Abend habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass der Lektürestapel auf meinem Nachttisch (nicht Nachtisch!) auf ein erstaunliches Maß angewachsen ist:
Ich möchte gar nicht erst wissen, was die Lektüre über mich aussagt. Dafür würde mich jedoch brennen interessieren, was bei meinen Leser so rumliegt.
Das Bundessozialgericht hat gestern die Höhe der Hartz IV Sätze für Kinder für verfassungswidrig erklärt. Bei diesen wurden nicht vom Bedarf ausgegangen, sondern mehr oder minder nach Körpergröße festgelegt, dass Kinder bis 14 Jahren 60 Prozent und danach 80 Prozent der Leistungen, die Erwachsene erhalten, bekommen.
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Allgemein angenommen wird, dass die Post auch ins Gefängnis zugestellt wird. Seit gestern ist zusätzlich klar, dass einer von der Post nicht ins Gefängnis überstellt wird.
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Wer zu den regelmässigen Lesern dieser Seiten gehört (was laut neuster FeedBurner Statistik nur noch auf rund 160 Personen zutrifft), wird bereits festgestellt haben, dass es kein Lektorat für diese Seiten gibt. Die Tippfehler und Wortverdreher dürften Legion sein – zumindest weiß ich mich damit in guter Gesellschaft.
Weniger bekannt ist es wohl aber, dass es eine zweifache Zensur gibt. Längst nicht alles, was mir durch Kopf geht, schlägt sich hier nieder. Bevor etwas im Bloc veröffentlich wird, muss es erstmal dem (zugegeben sehr niedrigen) Mindestmaß an Niveau, Sitte und Anstand genügen. Jede Idee wird in ihr eigenes Dschungelcamp geschickt – wo bei das ja wieder nicht mit Niveau zu tun hat.
Sofern die Idee diese harten Prüfung besteht, wird sie der internen Zensurbehörde (Inquisition) in Gestalt des CHEFS vorgelegt. Nur wenn eine Idee die wohlwollende Zustimmung erhält, wird aus ihr tatsächlich ein Beitrag. Schnell auf der Strecke bleiben Geschmacklosigkeiten wie diese:
Nach dem Barrack Obama Präsident geworden ist, verkündet Blizzard, dass es künftig in World of Warcraft (WoW) keine Murlocs mehr geben wird. Grund dafür sei die Auflösung von Guantanamo und somit der Wegfall der Synchronsprecher. Bisher wurden die Murlocs von Inhaftierten beim Waterboarding gesprochen.
Wie zu sehen ist, gab es gute Gründe, aus dieser Idee keinen Blogeintrag zu machen. Mit etwas Geschick lässt sich aber jede Zensur umgehen, selbst wenn man dafür unwahrscheinlich viele Zeilen an nahezu sinnfreien Füllmaterial schreiben muss.
Mit einem Tag Verspätung möchte auch ich mich in den anderen Gratulanten anschließen und dem Computer schlechthin alles Gute wünschen:
Mein erster Mac war ein PowerBook 5300 – das ist jetzt auch schon eine Weile her.
Ob Bielefeld einer der ersten Modell-Bahnhöfe ist, ist bisher wohl nur Insidern bekannt. Fest steht dagegen, dass es im DB Reisezentrum seit ein paar Tagen keine Warteschlangen mehr gibt – was nicht daran liegt, dass die Bahn komplett auf Beratung und Verkauf verzichtet, auch wenn das wohl nur eine Frage der Zeit zu sein scheint.
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Gerade in Radio: US-Präsident … Im Kopf klang schon Bush, bevor der Moderator den Namen Obama nannte. Wie sehr man sich doch an acht Jahre Bush gewöhnt hat.
Auf unterbelichteten Schienen fliegen fremde Söhne Richtung Süden. Längst vergangen ist die Ehre der Nebelhüter. Billige Studentinnen sammeln am Bahnhofsvorplatz zur späten Stunde Geld für eine nicht näher genannte Privatuni. Nr. 44 verspricht den Wechsel und täuscht große Scheine gegen Kleingeld.
Bis zum Meer ist es nur eine Korruptionsaffäre weiter. Der Weg dorthin ist gepflastert mit Briefen der Post an sich selbst. Während andere wegschauen, bleibt der Datenschutz bei der Bahn auf der Strecke. Eine Republik, die viel erlebt hat, ist noch lange nicht klüger geworden. Vollkaskoversicherung gegen politische Dummheit erfreuen sich steigern Nachtrage. Günstiger sind nur noch Tickets zum Sonderpreis – die Rezension boomt.