Welt 2.0

Welt 2.0

Es gibt diese entsetzlich einfache These, dass die klassische Zeitung vom Internet verdrängt wird. Journalisten ziehen in einen Kreuzzug gegen Blogger, es wird sich wechselseitig Kompetenz und Aktualität abgestritten. Wer ehrlich ist, der muss eingestehen, dass er diese Art der Diskussion für ermüdend hält. Weder ist sie zielführend noch zutreffend.

Es verwundert, dass es noch Radio und Bücher gibt. Beide sollten doch vom Fernsehen verdrängt werden. Kann es nicht sein, dass es denn viel beschworenen Verdrängungswettbewerb nicht so gibt? Es soll durchaus Menschen geben, die sowohl Bücher lesen als auch Nachrichtenportal im Internet aufsuchen. Oder fleißige Zeitungsleser, die den Tag über Meldungen per Twitter verfolgen.

Welt 2.0, das ist eine beschleunigte Welt in der wir leben. Eine Welt, in der sich nicht nur die Firmen der Arbeit verändern, sondern eben auch unsere Wahrnehmung. Der Mensch in dieser Welt kann nicht nur mehr Informationen aufnehmen, er muss es. Dabei sind die unterschiedlichen Medien eine hilfreiche Abwechslung.

Auch wenn sie es vielleicht nicht wahrhaben wollen, so bereichern Blogger Journalisten nicht nur die Informationslandschaft aus unterschiedlichen Perspektiven, sondern sich auch gegenseitig.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren