Ein Quantum Trost

Mein Name ist nicht Bond. Und Geheimagent bin ich schon gar nicht es sei denn, es wäre so geheim, dass ich nichts davon wüsste. Aber das tut erstmal nichts zur Sache. Der Agent mit der Doppelnull für Bad und schwierige Fälle verfolgt mich seit meiner Kindheit. Erst im Fernsehen, später gelegentlich auch im Kino.–

Aber was erzähl ich hier. Die meisten wollen ja wohl keine Anekdoten hören, sondern ihre Frage beantwortet haben: Wie ist er denn, der neue Bond-Film? Dank der Tatsache, dass der Chef und ich am Samstag im Kino waren, könnte ich darauf sogar antworten.

Also denn: Ein Quantum Trost ist ein guter Film. Ob es auch (und überhaupt) ein Bond-Film ist, sollte jeder für sich selber entscheiden. Ich für meinen Teil habe mich gut, leider viel zu kurz, unterhalten gefühlt. Der Film hat einige sehr starke Szenen – ein gewisser M. wird rührend in den Tod begleitet und abschliessend im Müll entsorgt. Auf der anderen Seite ist die Kameraführung teilweise etwas zu schnell. Ich für meinen Teil mag Daniel Craig als Bond.

Wer sich den neuen Bond-Film (damit habe ich dann wohl deutlich gemacht, auf welcher Seite ich stehe) anschauem will, sollte sich vorher vergewissern, ob er Casino Royal mit Craig gesehen hat. Ein Quantum Trost knüpft nahtlos daran an, so dass man die beiden Filme als zwei Teile eines Ganzen sehen kann.

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