Stehvermögen

Stefanie Heinzmann auf Tournee in Bielefeld – DER CHEF und ich mitten drin, würde ein möglicher Untertitel lauten, wenn diese Zeilen hier auf klassischem Wege publiziert würden. Aber wir wissen ja all, dass Bloger keine Journalisten sind.

Gut, wo das jetzt raus ist, kann ich dann wieder zu Thema zurück kommen: dem Konzert gestern Abend im Ringlookschupen. Vor den Fakten vielleicht schon mal das Fazit. Es war ein sehr schöner Abend. Das dieses Fazit jedoch nicht ohne mein übliches auskommt, dürfte klar sein. Also Feuer frei.

Selbstverschuldet (mehr oder wenige) am Ende waren meine Rückenschmerzen. Ich bin halt nicht mehr der Jüngste, muss ich offen gestehen, und längeres stehen geht doch in den (ich hab) Rücken. Schlecht, wenn man ein Stehkonzert durchstehen muss. Ein kleiner Trost am Rande war dabei, dass das Konzertpublikum sehr gemischt war. Heinzmann begeistert demnach generationsübergreifend.

Noch vor dem Voract hat DER CHEF uns jeder ein 0,5 Bier (Alt, was sonst) spendiert. Wer immer sich über die Preise von einem Maß Bier auf dem Oktoberfest beschwert, war wohl nie in Bielefeld. Satte 10 Euro hat das flüssige Brot gekostet. Jammern stillt aber leider keinen Durst.

Kommen wir daher zum Highlight des Abends. Das war überraschenderweise nicht Stefanie Heinzmann, sondern der, so nennt man das glaube ich, Voract. Eine Künstlerin aus Bielefeld, deren Namen ich leider vergessen habe. Allein mit ihrer Gitarre und einer umwerfenden Stimme begeisterte sie das Publikum. Eine authenthische und sehr überzeugend wirkende Songwriterin würde ich sagen, von der hoffentlich mehr zu hören sein wird.

Mit einer deutlich schwächerem Stimme kam dann nach knapp einer Stunde Stefanie Heinzmann auf die Bühne. Sie ist gut, ohne Frage, aber eben nicht umwerfend, Was sie trotz ihrer jungen Jahre schon beherrscht, ist das Spiel mit dem Publikum. Ihre Bühnenpräsenz war auf jeden Fall professionell – antrainiert würde ich in dem Fall nicht sagen, denn sie kann einfach mitreißen.

Interessant war der Part zusammen mit ihrem Bruder (und Manager) Claudio. Der gab zwar nicht die Rampensau, sondern sang mit kräftiger Stimme, die Stefanie verblassen ließ.

Schön war der Abend, wie bereits erwähnt, auf jeden Fall. Zwar merke ich jetzt, Stunden später beim tippen immer noch den Rücken, aber man kann sich ja auch anstellen – zum Beispiel vorm Klo.

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