Lärm und Ruhe

Es mag Menschen geben, die der Meinung anhängen, Lärm sei doch gar nicht so schlimm – möglicherweise gibt es auch welche, die einfach nur taub sind. Ich für meinen Teil würde von mir behaupten, dass ich schon etwas lärmempfindlich bin. Wissenschaftlich betrachtet für eine konstante Lärmbelästigung durchaus zu einer Schädigung.

Wenn ein Nachbar mal über die Strenge schlägt, lässt sich das entweder verkraften oder durch höfliches ansprechen beseitigen. Problematisch dagegen sind Baustellen. Um es mal zu konkretisieren: heute ist der erste Samstag nach über einem Jahr, wo es in der Nachbarschaft mal endlich ruhig ist. Nach der Erneuerung der Straße folgte der Abriss und Neubau des Altenheims, dann der Umbau der Paul-Gerhardt-Kirche in eine Synagoge.

Ich kann das ja alles mehr oder weniger verstehen, aber dass auch am Samstag zum Teil bis 20:00 Uhr gearbeitet wurde, war doch eine gehörige Belastung. Lärm macht, so meine Erfahrung tatsächlich krank. Bei mir hat er ziemlich an den Nerven gezogen und dazu geführt, dass ich mich am Wochenende nicht erholen konnte. Wie schlimm dabei der Dauerlärm ist, merkt man erst, wenn er nicht mehr da ist. Die Ruhe, die mich jetzt umgibt, ist eine absolute Wohltat, fast noch besser als Urlaub.

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