Paprika pur

Paprika pur

Was Zivilisation ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Was mit Sicherheit dazu gehört, ist nicht nur das Kochen sondern auch das, was danach folgt und sich mit dem Begriff Esskultur fassen lässt.

Dazu gehört, dass die einen mit Stäbchen essen und andere mit Messer und Gabel. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wo mit den Fingern gegessen wird. Das muss nicht mal so eine Sauerei wie ein angebliches Mittelaltermahl sein. Fastfood reicht völlig aus.

Genug ausgeholt. Die meisten werden, wenn sie Paprika essen, dies wohl in drei Formen tun. In gegarter Form, roh im Salat oder pur. Was alle drei Arten verbindet, ist eine Form von Zubereitung, die stattgefunden hat. Selbst wer Paprika pur isst, hat diese vorher gewaschen, entkernt und zum Beispiel in Streifen geschnitten.

Das es auch anders geht, musste ich gestern Abend mit Entsetzen bei Frau S. sehen. Die holte aus ihrem Rucksack eine ganze, rohe Paprika und verspeiste diese – wie ein Apfel. Einfach nur barbarisch! Dem empfindlichem Leser erspare ich dieser Stelle eine Beschreibung, wie Frau S. im Zug Grillhähnchen zu sich nimmt.

4 Replies to “Paprika pur”

  1. Manche Leute sind einfach nur peinlich, liefern aber glücklicherweise den Stoff, um andere zum Lachen zu bringen.

    Geb Dir’n Ruck. Die Story mit dem Grillhähnchen wollen wir auch noch hören.

  2. zum Glück sage ich hier nicht, wie ich rohen Spinat verzehre…
    das könnte a) auf Unverständnis stoßen und b) für Gelächter sorgen…
    meine Güte: Gibt es nach zB dem 300Mio€-Verlust nix wichtigeres als Paprikakonsum???

    Was mach Nordkorea/Nordvietnam/Kuwait/der-Wal-der-eben-in-der-Ostsee-trieb?

    Wo bleibt der Blogger, der endlich über was wirklich Wichtiges schreibt?

    Paprika… my Ass!

    JBJ

  3. Also, so weit ich weiß, bekommt man für 300 Millionen Euro die doppelte Menge Paprika – aber das interressiert dann nun wirklich niemanden ;-)

    „Wo bleibt der Blogger, der endlich über was wirklich Wichtiges schreibt?“ -> Nicht fragen, selber machen!

    Ich für meinen Teil bin ganz froh, ein Feld-Wald-und-Wiesen Blog zu haben, wo ich mir die Thema selber wähle :-)

  4. Wir wollen Grillhähnchen! Wir wollen Grillhähnchen! Wir wollen Grillhähnchen! Wir wollen Grillhähnchen!

    Nee, aber mal im Ernst…Aus Spinat, lieber JBJ kann man übrigens ganz hervorragenden Salat machen, wenn er frisch ist.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren