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Seit der Einführung von Hartz IV wird kontovers darüber diskutiert. Was den einen als ausreichend erschien, hielten andere für zu wenig. Die Sicherung des Existenzminimums sei mit dem Regelsatz nicht möglich, so die Kritiker. Von einem Leben in Würde könne nicht gesprochen werden. Selbst aber die Befürworter von Hartz IV sind aber nicht auf die Idee des Wirtschaftsforschers Friedrich Thießen gekommen. Der hat noch mal genau nachgerechnet und kommt zu dem Schluß: 132 Euro monatlich ist ein passabler Betrag. Welch enormes Spaarpotential steckt doch noch in Hartz IV! Wobei es wohl das Beste wäre, den Anfang damit zu machen, such künftig solche menschenverachtenden Studien zu sparen. Herr Thießen sollte statt dessen mal versuchen, neun Monate selber so zu leben, wie er es in seiner Studie vorschlägt. Vielleicht führt das ja zu tieferer Einsicht – billiger als die vorfestellte Studie ist es auf jeden Fall.

7 Replies to “132”

  1. Ganz klar, der Mann ist ein Genie. Er reiht sich ein in die Riege großer Wissenschaftler wie Albert Einstein oder Steven Hawking, Männer, denen es gegeben ist, Gedanken zu denken und Wissen zu erschließen, das uns normalen Leuten auf Ewig verwehrt bleiben wird.

  2. Wow, doch noch 132 Euro zum Leben. Wahrscheinlich ist der Herr davon ausgegangen, dass man sich Obst und Gemüse ja selber anbauen kann, (dass Saatgut ist ja nicht so teuer) zur Not halt auf dem Balkon oder in Blumentöpfen in der Stube.
    Hartz IV reicht wirklich vorn und hinten nicht. Das trifft zwar nicht auf alle zu, denn laut Medienberichten gehts einigen ja richtig gut mit dem Geld vom Staat, aber die meisten haben arg zu knausern.

  3. Und sowas von einem Mann zu hören der einen hohes 4 stelliges Monatseinkommen sein eigen nennen kann.

    Der Mann weiss also wovon er spricht …

    Wie würde 1Live Lukas sagen:“Voll Idiot Ey !“

  4. Diese Studie würde ich mir auch gerne mal durchlesen, aber so ein Müll versaut einem bloß das Hirn.

    132 Euro reichen mit Sicherheit nicht zum Leben aus. Davon kann man sich ja noch nicht mal eine Holzkiste kaufen.

    Die Politik sollte sich mal um mehr Arbeitsplätze kümmern, denn mit Arbeit ist diesen Leuten allemal besser geholfen, als generationsübergreifend Hartz IV zu kassieren. Andererseits macht Hartz IV einige auch Dauerfaul und dagegegen habe ich was.

  5. Es müssen nicht nur mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, es muss auch an den vorhandenen etwas getan werden. Wenn man einfach mal die Tageszeitung aufschlägt und sich die Stellenanzeigen anschaut, wird einem ja übel. Nicht nur, dass immer noch viele Arbeitgeber auf einen fünundzwanzigjährigen Mitarbeiter mit zehn Jahren Berufserfahrung hoffen, es gibt auch immer mehr Angebote für Zeit- und Leiharbeiter oder aber nur auf 400 Euro Basis. Da sollte man mal den Arbeitgebern die Daumenschrauben ansetzen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren