Mit Knall und Fall

Mit Knall und Fall

Was für ein Tag für die SPD heute! Kurt Beck verabschiedet sich komplett aus der Bundespolitik. Nicht nur, dass er auf eine Kanzlerkandidatur verzichtet, nein, er wirft konsequent auch das Amt als Parteivorsitzender hin. Wer beerbt ihn? Der (neue) Kanzlerkandidat der SPD wird Frank-Walter Steinmeier, Franz Müntefering macht noch mal den Parteivorsitz.

Was ist davon zu halten? Es ist der Versuch eines Befreiungsschlags. Möglicherweise die ersehnte Lösung aus der Starre. Mit Becks Hilfe im Umfragentief angekommen, kann es ohne ihn nur aufwärts gehen. Wer danach fragt, wofür Beck eigentlich gestanden hat, trifft unwissentlich oder absichtlich, genau den entscheidenen Punkt. man weiß es nicht genau. Das war auch das Hauptproblem der Partei. Im Allgemeinen wird so eine Orientierungslosigkeit auch Führungsschwäche genannt.

Vor ein paar Wochen hat Kurt Beck gesagt: „Schreiben Sie, Beck ist Schuld.“
Wenn wir hoffen dürfen, dass daran zumindest etwas war ist, sollte es jetzt aufwärts gehen – auch wenn Steinmeier kein Wundchkandidat ist.

2 Replies to “Mit Knall und Fall”

  1. „Beck ist weg!“

    Nicht anders könnten die Schlagzeilen der internen SPD Presse lauten.
    Vielmehr wird nun ertönen „Der Franz kann’s …“

    Bleibt nun abzuwarten was Münte an der Spitze bewirken kann und was Steini in der Kanzler-Kandidatur so alles anstellt.

    Alles in allem bleibt nur zu sagen das Becks Rücktritt *irgendwie muss ich gerade ab ein norddeutsches Pils denken* längst überfällig war, Münteferings Übernahme der SPD Führung die beste Entscheidung der Partei seit langem …

    Nun zu Steinmeier … als Aussenminister nicht ganz so präsent wie seiner Zeit der gute alte Joschi. Liegt wohl daran das Steini immer schon ein „Hintertürchen-Strippen-Zieher“ war. Fragt sich nur inwieweit er eine gute Kanzlerfigur abgibt…

    Aber mal ehrlich … nochmal eine Amtsperiode „Super Merkel“???

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren