Der dunkle Ritter

Der dunkle Ritter

Nach etwas Bedenkzeit waren DER CHEF und ich jetzt auch in Batman: Dark Knight. Auf Grund des riesigen Hypes waren unsere Erwartungen entsprechend hoch – keine gute Voraussetzung für eine objektive Filmkritik. Um es gleich vorweg zu sagen: der Film ist nettes Popkornkino, wird dem Hype, der nicht zu letzt durch den Tod von Heath Ledger befeuert wurde, nicht wirklich gerecht.

Sicher, Heath Ledger spielt den Joker mehr als nur ordentlich. Dafür fällt aber um so mehr auf, dass die schauspielerische Leistung der restlichen Darsteller so gut wie nicht vorhanden ist. Im Film spricht Joker davon, dass das von ihm angezettelte Chaos unvorhersehbar sein soll. Wäre schön gewesen, wenn das auch für die Handlung des Films zugetroffen hätte. Weite Teile waren sehr vorhersehbar, so das ein echter Spannungsbogen ausblieb.

Vor die Wahl gestellt, das hässlichen Mädchen oder dem kalifornischen Beachboy zu retten, fiel die Entscheidung von Batman logischerweise auf – aber wie wollen hier ja nicht spoilern. Es sei nur gesagt, dass das rumsitzen zwischen Benzinfässern die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Kommen wir zu dem, was nachhaltig in Erinnerung bleiben wird vom Film: das Schmatzen von Joker. Ein kleiner Tick, der seinen Wahnsinn wundervoll unterstreicht. Über den Rest bereiten wir dann lieber den Mantel des Schweigens aus, es sei denn, man befolgt, wie bei so vielen Filmen dieser Art, die Packungsbeilage. Die besagt, dass der Genuss durch Abgabe des Gehirns an der Kasse erheblich gesteigert werden kann.

Das davon viele Gebrauch machen, merkt man immer wieder an deren Sozialverhalten im Kinosaal. Aber das hat ja eigentlich nichts mehr mit dem dunklen Ritter zu tun. Und Selbstjustiz, so eine Lehre aus dem Film, ist keine Lösung.

3 Replies to “Der dunkle Ritter”

  1. Pingback: classless Kulla
  2. Wir wollten auch in den Film, sind dann aber einen spontanen Laune folgend in und haben uns köstlich amüsiert. Liegt aber wahrscheinlich auch an meinem Primarstufen-Studium *gg*

    Danke jedenfalls für die Filmkritik!

  3. Kann mich dem obigen Artikel nur insofern anschließen, als dass die Rolle des Jokers wirklich gut gespielt wurde. Ich finde die dunkle Welt des Batmans, wie auch schon im vorigen Teil, sehr gut umgesetzt. Düster, stilvoll und faszinierend. Wenn man was spannendes haben will, muss man sich halt einen Krimi anschauen (wo man auch immer weiß wie es ausgeht).

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren