Die Krux mit der Didaktik

Während ich in meiner ersten Urlaubswoche fleißig am WordPress-Buch arbeite und zur Entspannung in ein paar Typo3-Büchern lese, fällt mir bei Typo3 eins besonders auf: im Gegensatz zu WordPress gibt es nicht das eine Buch, mit dem sich der Wissenshunger stillen lässt. Dadurch, dass mal dies, mal jenes in dem einen oder anderen Buch etwas besser erklärt ist, ist man mit nur einem Buch verloren.

Es drängt sich auch der Eindruck auf, ohne die Zuhilfenahme von Onlinequellen wäre der Einstieg in Typo3 noch schwieriger. Woran liegt das? An Typo3? Ich denke nicht. Es ist ein grundsätzliches Problem vieler Fachbücher. Diese werden von Autoren geschrieben, die von der Thematik sicherlich viel verstehen, aber in der Regel nichts von Didaktik. Daher wirken die Bücher wie eine bloße Anhäufung von Fachwissen, durch die sich bestenfalls ein roter Faden zieht.

Eine systematische Erschließung des Lernstoffs für den Lernenden unterbleibt – zumal dazu auch Übungsaufgaben und Kontrollfragen notwendig wären. Ich bin mir sicher, dass die berühmt-berüchtigte Lernkurve von Typo3 anders aussehen könnte wenn es denn ordentliches Lernmaterial geben würde.

Aber selbst wenn man mal die Didaktik beiseite lässt: es gibt den durchaus berechtigten Anspruch, dass ein Buch zum Beispiel über Shopsysteme frei von groben Fehlern ist und gerade den Aspekt der Bestellabwicklung, berücksichtigt. Eine reine Übersetzung von englischsprachigen, frei verfügbaren Informationen im Hardcover für viel Geld nützen herzlich wenig, um es mal überspitz zu formulieren.

Hätte ich in meiner Zeit als Dozent so unterrichtet wie andere Bücher schreiben, hätten mich die Teilnehmer der Schulungen garantiert aus dem Fenster geworfen.

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