Spreu und Weizen

Der Crash meines iPhones gestern hat mich über eine Stunde meines Lebens gestern gekostet. So lange hat es nämlich gedauert, alles wieder aufzuspielen.

Versuchen wir aber mal, in aller Ruhe von vorne anzufangen. Nach dem die Applikation Datacase nicht mehr Daten austauschen wollte (laut Hersteller eine Folge der Firmware 2.0.2) hatte ich sie kurzerhand vom iPhone gelöscht, um sie wieder über iTunes zu installieren. Das sollte die Probleme beheben. Nach der Verbindung über USB reagierte iTunes nicht mehr. Also kurzerhand iTunes zwangsbeendet und Kabel abgezogen. Das hat dem iPhone wohl nicht gefallen. Plötzlich wollte der silberne Apfel nicht mehr verschwinden.

Ausschalten ging nicht. Reet brachte ebenso nicht. Also das iPhone in den DFU Mode versetzen: Home und Sperren Taste drücken und halten, dann wenn das Apfellog erscheint, nur noch die Home-Taste halten, bis die Aufforderung kommt, das iPhone mit iTunes verbinden.
Was dann folgte, war die komplette Neuinstallation der Firmware, die Wiederherstellung aus dem Backup und die erneute Synchronisierung der Daten.

Nun bin ich bisher davon ausgegangen, dass bei einem Backup alles gesichert wird. Das ist aber leider nicht der Fall. Nach dem Backup (letzter Stand war Dienstag!) waren längst nicht alle Applikationen und Daten auf dem iPhone. Die Anordnung der Icons sah auch mich wie eingerichtet aus. Nun gut, dachte ich mir, dass lässt sich beheben.

Nicht beheben lässt sich der Datenverlust. Bei den installiertem Spielen wurde kein Fortschritt gesichert. Ich darf also Platinum Sudoku erneut von vorne beginnen. Ist aber halb so wild. Richtig angefressen war ich dagegen, dass die Pocketpedia komplett leer war. Da mit der Desktopapplikation keine Daten synchronisiert, sondern nur Daten vom Desktop auf das iPhone gespeichert werden, gab es von meiner umfangreichem Wunschliste keine Sicherung. Damit ist die Applikation völlig wertlos!

Positiv überrascht hat mich dagegen 1Password. Die Daten haben alles überstanden – wobei das in anderen Szenarien auch schlecht sein kann.

Die Lehre aus dem gestrigen Drama für mich: nie kurz vor Feierabend Experimente mit dem iPhone machen. Zudem werde ich künftig noch kritischer prüfen, welche Applikationen auf dem iPhone sinnvoll sind. Nicht alles ist leider so perfekt wie Things – ein kurzer Sync und alle Daten waren wieder auf dem iPhone. Ein Grund mehr, dort auch andere Daten zu speichern.

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