Vom Marktplatz zum Basar

Einer der Gründe, warum ich Bücher kaufe ist der, dass ich lesen kann. Das mag jetzt vielleicht überraschend klingen, aber ich möchte nicht vorgreifen. Fangen wir also von vorne an. Der Onlinehändler amazon verkauft nicht nur selber, sondern räumt auf seinem Marktplatz anderen die Möglichleit ein, Produkte zu verkaufen. So eine Art ebay zum Festpreis.

Zum zweiten Mal hatte ich dort etwas gekauft. Zum zweiten und letzten Mal, würde ich sagen, denn es war wieder ein Reinfall. In den ganzen Jahren bei ebay ist mir so was nie passiert.

Sicher, ich wusste, dass es ein gebrauchtes Buch ist, dass leider neu nicht mehr zu bekommen ist. Die Versandkosten von drei Euro wurden mir auch vorher angezeigt. Insgesamt waren es dann 42 Euro für das Buch – aber gut, dass Inhaltsverzeichnis versprach ein gutes Standwerk über LaTex. Mir ist allerdings ein Rätsel, warum der Galileo Press das Buch aus dem Programm genommen hat.

Als ich dann gestern das Buch endlich in den Händen hielt (von wegen zwei Tage Lieferzeit, das waren mal locker sieben Tage), staunte ich nicht schlecht. Hinten stand, wie immer, der Originalpreis drauf. Und der war mit 34,80 angegeben. Dafür 39 Euro zu verlangen, ist schon heftig. Es kommt aber noch besser. Auf dem Unterschnitt des Buches (wenn ich jetzt den richtigen Fachausdruck gewählt habe, denn gemeint sind die Seiten, die man von unten sehen kann, wenn dass Buch zugeklappt ist) war ein dicker Stempel: „Preisreduziertes Mängelexemplar”

Dem Händler habe ich umgehend eine eMail geschrieben und höflich darauf hingewiesen zusammen mit der Aufforderung, sich was zu überlegen. Ich erwarte, dass er mir preislich entgegen kommt. In diesem Fall verzichte ich nämlich auf eine Bewertung bei amazon. Das habe ich ihm zwar nicht geschrieben, aber ich geh mal davon aus, dass er sich diesen Teil denken kann.

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