Rollendes Sicherheitsrisiko

Rollendes Sicherheitsrisiko

Kaum hat der demokratische Teil der Gesellschaft das Thema im Glauben vergessen, es sei jetzt endgültig erledigt, da holt es der Bundesinnenminister wieder aus der Kiste hervor: Einsatz der Bundeswehr im Inneren
Dem Mann ist auch kaum mehr zu helfen. Die Bundeswehr ist eine Armee, die dazu da ist, Feinde des Landes zu bekämpfen, Deiche zu bauen oder irgendwo am Hindukusch essen zu verteilen – so lassen sich stark vereinfach ihre Aufgaben umreißen. Wobei die letzten beiden davon eher dem Zeitgeist und dem veränderten Bedrohungspotential (bei dem Ausdruck geht so manchem Sicherheitsapostel sicher einer ab) geschuldet sind.

Wenn wir das Ganze mal versuchen, neutral zu betrachten, was bei diesem Thema sicher nicht leicht fällt, dann würde die Bundeswehr eine Bedrohung der Inneren Sicherheit bekämpfen. Somit würde ihre Einsatzplanung dann beim Innenministerium vorgenommen werden (zumindest wird sich das Herr S. so vorstellen) und nicht beim Verteidigungsministerium, dem die Bundeswehr unterstellt ist. Der Staat will nicht einen Aggressor von Außen abwehren, sondern sich gegen seine Bürger verteidigen – insbesondere dann, wenn sie sich einer totalen Überwachung widersetzen.

Wie immer in diesem Zusammenhang stellt sich letztendlich die Frage, wer tatsächlich für unser Land ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der friedlich lebenden, fleißig in die Rentenkasse einzahlenden Muslime, der einmal die Woche in die Moschee geht (wie es die meisten Christen wohl mit ihrer Kirche auch halten), ist es wohl kaum.

One Reply to “Rollendes Sicherheitsrisiko”

  1. Anschließend wird die Polizei in die Bundeswehr integriert, denn die freuen sich schon drauf mit Panzern in Kreuzberg einzurücken und den Randalierern den totalen Krieg zu erklären.

    Auslandserfahrung hat die Polizei in Lybien auch schon unter Beweis gestellt; eine ideale Konstellation für eine Fusion.

    Für die Bundeswehr auch von Vorteil, kann sie ihre Einsätze bei Großdemos sofort am lebenden Objekt realitätsnah ausprobieren.

    Da fühle ich mich doch gleich viel sicherer ;-)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren