Zur Sache, Robert

Zur Sache, Robert

Es wird bereits von 100.000 Toten gesprochen, die dem Wirbelsturm in Birma zum Opfer gefallen sind. Zahlreiche Menschen sind obdachlos geworden. Was liest man dazu in der deutschen Blogspähre? Wenig bis gar nichts. Wo sind sie alle hin, die noch vor ein paar Monaten fleißig ihre Stimme erhoben haben für dieses Land? Schon Sommerpause?

Wohl kaum. Für mich ist das Schweigen ein Beleg für meine These, dass sich der Fokus der Aufmerksamkeit nur dem zuwendet, was schnell ein paar Besucher, ein paar (Werbe-)Klicks mehr bringt. Dauerhaftigkeit ist da wohl eher fehl am Platz? Wer weiß denn heute noch, wo Birma überhaupt liegt?

Sicher, da war mal was mit so komischen Mönchen. Aber das ist doch lange her. Jetzt macht es sich viel besser, über Sicherheit in WordPress, den Twitter-Hype oder über Yahoo zu schreiben. Web 2.0 ist eben nicht automatisch etwas besseres als unsere Realität 1.0.

5 Replies to “Zur Sache, Robert”

  1. Deine These wird wohl richtig sein, des es geht doch beim bloggen über solche Themen kaum noch um die Menschen und die benötigte Hilfe dahinter, sondern um GELD das man durch WERBUNG durch solche Artikel verdient.

    Im Grunde sind wir alle Voyeure die sich am leid anderer ergötzen, leider. Meiner Meinung nach. :(

  2. Letzten Oktober war Robert „der Böse“, weil er die Aktion gepusht hat.

    Jetzt ist er „der Böse“, weil er nicht pusht.

    Ohne ihn verteidigen zu wollen – auch ich kenne seine wahren Motive nicht – aber: Was soll er eigentlich machen?

  3. Was der Robert machen soll? Keine Ahnung. Mir ist halt nur aufgefallen, was er (und andere!) gemacht und eben nicht gemacht haben. Es gab mal so Wörter wie Glaubwürdigkeit und Kontinuität, aber die sind, so hört man, ausgestorben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren